Ins Visier der Ermittler geraten acht junge Leute im Alter zwischen 14 und 18 Jahren - Große ...
Mutmaßlicher Drogendealer in Haft

(kan) Der Schlag gegen die Szene ist bereits eine Woche her, aber erst am Mittwoch lieferte das Polizeipräsidium in Regensburg Informationen dazu. Im Raum Amberg, so hieß es, haben Kräfte der hiesigen Polizeiinspektion, des Einsatzzuges und der Kripo eine gemeinsame Durchsuchungsaktion gestartet, bei der sie auch auf die Hilfe von Betäubungsmittel-Suchhunden zurückgriffen.

Seit Sommer aktiv

Im Fokus der Ermittler standen mehrere Jugendliche und junge Erwachsene, der älteste 18, der jüngste gerade mal 14 Jahre alt. Ihnen wird laut Präsidium vorgeworfen, mindestens seit Sommer dieses Jahres Marihuana und andere Drogen erworben, sie konsumiert und auch an Dritte weiterverkauft zu haben.

"Grundlage für den groß angelegten Einsatz war ein gerichtlicher Beschluss, der auf Basis umfangreicher polizeilicher Ermittlungserkenntnisse beantragt und durch das Amtsgericht Amberg erlassen wurde", berichtete der Regensburger Polizeisprecher Albert Brück. Die aufwendigen Durchsuchungen hätten "eine beachtliche Menge" Marihuana, aber auch Ecstasy-Tabletten, Bargeld und verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz zutage gefördert. Sichergestellt worden seien über 150 Gramm Betäubungsmittel und ein Butterflymesser. Darüber hinaus habe sich ergeben, dass ein Jugendlicher sich intensiv mit dem Anbau von Cannabispflanzen beschäftigt hatte. Die Beamten entdeckten Brück zufolge mehrere davon.

Der Rest auf freiem Fuß

Festgenommen wurde nach Polizeiangaben ein 18-jähriger Amberger. Er stehe in dem dringenden Verdacht, Rauschgift in großem Umfang unter die Leute gebracht zu haben. "Mehrere Hundert Gramm der illegalen Waren sollen nach derzeitigem Stand durch den Heranwachsenden verkauft worden sein", teilte Polizeisprecher Brück mit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der 18-Jährige dem zuständigen Haftrichter am Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl, worauf der mutmaßliche Dealer in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde. Acht weitere Beschuldigte, die unter anderem bei der Polizeiaktion angetroffen wurden, wurden später ihren Erziehungsberechtigten übergeben oder auf freien Fuß gesetzt.

Die Ermittlungen der Kripo dauern an. Die Beamten, so sagte Albert Brück, schließen nicht aus, dass sie im Zuge ihrer Nachforschungen auf weitere Verkäufer und Abnehmer von Betäubungsmitteln stoßen.
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