Interna aus einem Weltkonzern

Für die Aktionäre von Siemens öffneten sich die Pforten der Olympiahalle. Auch eine Schülergruppe aus Amberg durfte dabei sein. Bild: hfz

Einen Teil seiner Hauptversammlung übertrug der Siemens-Konzern ins Internet. Andere Informationen blieben drinnen in der Münchener Olympiahalle. Dabei hörte eine Gruppe Amberger Gymnasiasten mit.

Das Gregor-Mendel-Gymnasium schloss 2013 eine Kooperationsvereinbarung mit dem Siemens-Elektronikwerk Amberg. Mit der Hilfe der Werksleitung eröffnete sich der Partnerschule die besondere Gelegenheit, mit 20 Schülern der Wirtschaftskurse der Q12 an der Siemens-Hauptversammlung am 27. Januar teilzunehmen.

Früh aufstehen angesagt

In Begleitung von Studiendirektor Helmut Raschka und Studienrätin Katrin Hanf startete die Gruppe gegen 5.30 Uhr auf die Fahrt nach München. An der Olympiahalle angekommen, führte ihr Weg erst durch die Sicherheitskontrollen. Dann wartete ein kostenloser Imbiss.

Auf der Tribüne herrschte freie Platzwahl. Zur Eröffnung der Hauptversammlung schritt kurz nach 10 Uhr der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Gerhard Cromme. Er stellte schon die personellen Änderungen in Aufsichtsrat und Vorstand vor.

Joe Kaeser, der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, fasste in seinem Bericht die Großaufträge zusammen, die Siemens im vergangenen Geschäftsjahr an Land gezogen hatte, und gab eine Prognose für das erste Quartal 2015. Er erinnerte an den 70. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge in Auschwitz durch die rote Armee und formulierte das Unternehmensziel, sich für Menschlichkeit in der gesamten Welt einzusetzen.

Blick in die Zukunft

Der Verabschiedung scheidender Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder folgte Vision 2020, eine Zusammenstellung weiterer Ziele, die Siemens in Zukunft umsetzen möchte. Kernpunkte und Leitmotto des zukünftigen Geschäfts seien die Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung.

An dieser Stelle endete die öffentliche Übertragung der Hauptversammlung im Internet. Vorstandsmitglied Ralf Thomas informierte die Zuhörer in der Halle über Aktienbestände, Pläne zum Rückkauf von Aktien und Tochtergesellschaften.

Acht Aktionäre ergriffen in der ersten Fragerunde ab 12 Uhr die Gelegenheit, sich zur Entwicklung des Unternehmens zu äußern. Ihre Redezeit war auf zehn Minuten begrenzt. Anschließend ging Joe Kaeser auf die vorgebrachten Punkte ein.

Horizont erweitert

Für die Gymnasiasten stellte die Teilnahme an der Hauptversammlung eines Weltkonzerns ein besonderes Erlebnis dar. "Es war eine schöne Horizonterweiterung, die allen Freude bereitet hat", fassten die begleitenden Lehrer ihre Eindrücke zusammen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.