ISE Sprach- und Bildungszentrum zeigt noch einmal Bilder des 2010 gestorbenen Malers
Eine letzte Hommage an Leonid Rossocha

Farbenprächtige Welten vermitteln die Bilder von Leonid Rossocha. Das ISE Sprach- und Bildungszentrum widmet dem 2010 gestorbenen Maler aus der Ukraine eine große Ausstellung. Bild: hfz
Vor vier Jahren starb der ukrainische Maler Leonid Rossocha, der die Region bis zu seinem Tod mit zahlreichen Ausstellungen seiner Bilder bereichert hat. Jetzt sind seine farbigen und surrealistischen Welten noch einmal zu sehen. Peter Blendowski, Geschäftsführer des ISE Sprach- und Berufsbildungszentrum im Schloßgraben 2, eröffnete dort eine Ausstellung mit etwa 80 Bildern des Künstlers.

Seine Witwe hat es möglich gemacht, dass die Gemälde des "Geschichtenerzählers und Farbverführers", wie er genannt wurde, nochmals öffentlich gezeigt werden. Märchenhafte Szenen, surreale Welten und realistische Landschaften, aber auch abstrakte Farbmuster sind in seinen Werken zu finden. Der aus der Ukraine stammende Künstler ist in keine klar zu definierende Schublade zu pressen. Als Absolvent der Kunst- und Theaterschule Odessa war er lange Jahre als Bühnenbildner und Theatermaler beschäftigt. So beherrscht er die Gesetzmäßigkeiten des Raums und der Farbe gleichermaßen. Und er ist in Amberg kein Unbekannter. Immer wieder hat er hier nach seiner Übersiedlung 1995 nach Deutschland seine Werke ausgestellt. Zuerst lebte er in Amberg, zog dann nach Baden-Baden, wo er verstarb. Seine Kunstwerke hängen in Museen rund um den Globus.

Für seine Bilder muss man sich Zeit nehmen, denn sie wollen gelesen und gefühlt werden - und vielleicht auch gekauft. Sein Name bedeutet übrigens so viel wie "Astgabel". Nomen est Omen? Rossocha hält Eindrücke fest und bringt seine Empfindungen zum Ausdruck. Was er malt, spricht an oder fordert zum Widerstand heraus. Ansehen sollte man seine Gemälde auf jeden Fall, riet Blendowski den Besuchern.

Die Ausstellung in den Räumlichkeiten des ISE im Schloßgraben 2 ist täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet und dauert noch bis 29. November.
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