IT-Stelle soll rasch kommen

Die IT-Stelle der Bayerischen Justiz soll nach Amberg kommen. Diese Behördenverlagerung ist bereits beschlossene Sache (AZ berichtete) und sie könnte schneller angepackt werden, als bisher vermutet. Das stellte sich jetzt bei einem Gespräch der Verantwortlichen mit CSU-Politikern heraus.

Um diese Maßnahme weiter voranzubringen, hatten sich nach eigener Auskunft auf Einladung von Landtagsabgeordnetem Dr. Harald Schwartz und Oberbürgermeister Michael Cerny die Entscheidungsträger gemeinsam beraten. An dem Treffen nahmen auch der Geschäftsführer der Gewerbebau, Karlheinz Brandelik, Dr. Thomas Dickert, Ministerialdirigent am Justizministerium, sowie der Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg, Dr. Christoph Strötz, teil.

Zukunftsorientierte Sache

Die derzeit 64 Leute umfassende IT-Stelle ist für alle im Zusammenhang mit der Entwicklung und dem Einsatz von Informationstechnik stehenden Angelegenheiten im Freistaat zentral zuständig, heißt es in einer Presseinformation. Demnach arbeitet sie eng mit allen Gerichten, Staatsanwaltschaften und weiteren Stellen im Bereich der Justiz zusammen und ist mit steigender Tendenz für etwa 13 500 IT-Anwender zuständig. "Mit der IT-Stelle erhalten die Stadt und wir als Region insgesamt eine weitere bedeutende und vor allem auch zukunftsorientierte Einrichtung", wird in der Mitteilung die Einschätzung von Harald Schwartz zitiert. Und weiter: " Die Verlagerung wird für uns als Region spürbare positive Auswirkungen haben. Dabei denke ich nicht nur an den wirtschaftlichen Faktor, der über Arbeitsplätze Einzelhandel, Wohnungswirtschaft, Dienstleister und so weiter beflügeln wird. Vor allem ist die IT-Stelle eine stark wachsende und zukunftsorientierte Behörde." Mittelfristig sei gar eine Aufstockung auf bis zu 300 Mitarbeiter in Amberg "im Bereich des Möglichen".

Für Cerny sei es daher wichtig, die Verlagerung weiter konsequent umzusetzen. "Als Stadt wollen wir für die zuziehenden Mitarbeiter attraktive Heimat sein. Wir sind jederzeit bereit, Infoveranstaltungen über Amberg abzuhalten. Gerne entwickeln wir eine Art Willkommensmappe, die wir den Beschäftigten überreichen", lässt die Mitteilung den OB zu Wort kommen, der ferner davon ausgehe, dass von den neu zu besetzenden Stellen "auch unser regionaler Arbeitsmarkt profitieren wird".

Amberg Gewehr bei Fuß

Gewerbebau-Chef Brandelik sagte demnach zu, die Verlagerung zu begleiten und für eine etwaige Planung und Ausführung eines Miet- oder Neubaukonzepts zur Verfügung zu stehen. Der Präsident des OLG Nürnberg konnte sich positive Effekte für Ausbildung und Forschung vorstellen. Wie Dickert meinte, ist durch die Verlagerung nicht mehr das Oberlandesgericht München, sondern das Gericht in Nürnberg zuständig. Damit ergäben sich Abstimmungsfragen, die es zu klären gelte. Alle Beteiligten des Fachgesprächs vereinbarten, in einem engen Informationsaustausch zu bleiben.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.