Ja, da haben wir den Salat - direkt aus dem Blumentopf

Jung, frisch, knackig und direkt aus dem Blumentopf: Werner Mutterer ist froh, dass er seinen Salat heuer nicht ins Beet gepflanzt hat. Denn während in anderen Gärten die Köpfe die Blätter hängen lassen, weil ihnen die Sonne täglich auf selbige brennt, wachsen und gedeihen seine Exemplare gar prächtig. Bild: Steinbacher
Akkurat sind sie aufgereiht, Blumentopf an Blumentopf. Ihr Inhalt präsentiert sich im satten Grün: Lollo Rosso. Darauf ist Werner Mutterer schon ein bisserl stolz. Denn während die Gartenbesitzer gar nicht mehr wissen, wie sie das ganze Wasser ranschleppen sollen, um ihre Schätze im Gemüsebeet zu wässern, genießt er jeden zweiten Tag Salat der Marke Eigenbau - schön knackig und frisch, nicht welk und hadrig wie ein nasser, alter Putzlumpen.

Wie alle Hobbygärtner, säte Mutterer den Salat aus, hegte und pflegte die Keimlinge. Doch als die erste Hitzewelle anrollte, setzte er die zarten, empfindlichen Pflänzchen nicht etwa ins Beet, sondern topfte sie ein. Sie dankten es ihm, indem sie wuchsen und wuchsen. Während andere zusehen mussten, wie ihr liebevoll aufgezogener Salat verdorrte, erfreute sich der Amberger an seinen "Topfblumen", deren krause Blätter größer und größer wurden.

Derzeit hat Werner Mutterer 31 Töpfe voller Lollo Rosso - Salat wird's bei ihm und seiner Frau auch weiterhin häufig zum Abendessen geben. Und als jüngst eine Familienfeier anstand, da hatte er gleich für die Köpfchen im Töpfchen die richtige Verwendung. Versehen mit Schleifen, dienten sie als Tischdeko. Natürlich nur, um von den zahlreichen Gästen gebührend bewundert zu werden. (san)
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