Jeder darf mal

Ein ums andere Mal war das Trostberger Gehäuse im Belagerungszustand. Mit der 1:10-Niederlage beim ERSC Amberg (weiße Trikots) waren die Oberbayern am Sonntagabend sogar noch gut bedient. Bei besserer Chancenverwertung hätten die Löwen deutlich höher gewinnen können. Bild: brü

Frustbewältigung als Gemeinschaftsprojekt: Neun verschiedene Torschützen sorgen für den 10:1-Heimsieg des Eishockey-Landesligisten ERSC Amberg gegen den TSV Trostberg. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es kurz vor Schluss dann doch noch.

Letztlich war es eine deutliche Angelegenheit. Nach der unnötigen Auftaktniederlage gegen Schweinfurt besiegten die Löwen im zweiten Heimspiel am Sonntag die Trostberg Chiefs zweistellig, benötigten aber eine gewisse Anlaufzeit. Für die starke Mannschaftsleistung sprachen nicht nur die vielen verschiedenen Torschützen - auch nach hinten wurde konsequent gearbeitet.

ERSC-Trainer Stefan Ponitz konnte bis auf den gesperrten Marco Gäck seinen gesamten Kader aufbieten. Dies sollte sich auszahlen, wobei vor allem das Mitwirken von Bogner und Flamik in Abwehr und Aufbauspiel gleich ganz andere Akzente setzte. Die Löwen brauchten ein bisschen Zeit, ehe sie Zugriff bekamen, erhöhten dann aber beständig den Druck. Die Gäste setzen auf Konter und standen relativ sicher in einer massiven Defensive. Erst Daniel Krieger knackte Mitte des ersten Drittels den Abwehrriegel. Das 1:0 hatte "Dosenöffnerwirkung", denn binnen zwei Minuten legten die Löwen einen Doppelpack nach. Das 2:0 durch Florian Bartels war stark herausgespielt, das 3:0 durch Youngster Kirill Groz eine tolle Einzelleistung.

Ein früher Treffer nach 84 Sekunden im Mittelabschnitt durch Matti Swadzba beseitigte letzte Zweifel. In der Folge ließen die Amberger erst einmal jede Menge bester Gelegenheiten liegen, selbst in doppelter Überzahl - das dürfte sich auch Stefan Ponitz auf seinen Merkzettel geschrieben haben. Darauf dürfte aber auch stehen, dass das Unterzahlspiel mit zwei Mann weniger bestens funktionierte, nicht zuletzt dank eines überzeugenden Markus Buser im ERSC-Tor. Dass man im Powerplay dennoch treffen kann, zeigte dann die Sturmformation mit Sebastian Aukofer, Florian Bartels und Felix Söllner. In der Schlussminute des Drittels machte Swadzba mit einem sicher verwandelten Penalty das halbe Dutzend an Treffern komplett. Im Schlussabschnitt hatten die Gastgeber dann so richtig Gefallen an der Torejagd gefunden, machten das Ergebnis in regelmäßigen Abständen zweistellig, darunter einem urgewaltigen Schlagschuss von Boris Flamik und einem Unterzahltreffer von Bastian Brenner. Den "Shut-Out", ein Spiel ohne Gegentreffer, verdarben die Oberbayern Ambergs Torhüter Markus Buser in vorletzter Minute durch den Ehrentreffer.
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