Jetzt geht es recht flott

Da lang: Der dringend nötige Ausbau der Notaufnahme des Klinikums St. Marien soll im nächsten Jahr beginnen. Bild: Steinbacher

Die Erkenntnis, dass die Notaufnahme des Klinikums nicht mehr zeitgemäßen Anforderungen genügt, ist schon etliche Jahre alt. Kein Wunder, angesichts eines wohl nie prognostizierten Anstiegs von Patienten, die dort Hilfe suchen.

(zm) Wenn alles glatt läuft, kann St. Marien in rund zweieinhalb Jahren auf eine neue Zentrale Notaufnahme zurückgreifen. Das teilte Vorstand Manfred Wendl am Mittwoch dem Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens mit. "Der Krankenhausplanungsausschuss und der bayerische Ministerrat", so heißt es zudem in einer Pressemitteilung, "konnten von der Notwendigkeit der Maßnahme überzeugt werden".

Mitte Juni sei deshalb in München die Entscheidung gefallen, dieses Projekt in das Krankenhaus-Bauprogramm 2016 aufzunehmen. Der Klinikumsvorstand verwies vor dem Gremium auf die dringende Notwendigkeit dieser Maßnahme. Rund 25 000 Patienten würden inzwischen jährlich die Notaufnahme durchlaufen, das seien rund 70 Prozent mehr als vor 17 Jahren.

9,5 Millionen Euro

Die interne, sorgfältige Vorbereitung dieser 9,5-Millionen-Euro-Investition zahle sich nun in Form einer relativ zügigen Umsetzung aus. Die Regierung der Oberpfalz habe sogar schon den vorgezogenen Baubeginn für erste Arbeiten zugesichert. 2018 könne die neue Notaufnahme dann wohl in Betrieb gehen, kündigte Wendl an. Vorausgesetzt, es gebe keine nennenswerten bautechnischen Probleme.

Getrennte Bereiche

Zwei wesentliche Neuerungen sind mit dieser Maßnahme verbunden: Künftig wird es getrennte Aufnahmen für Liegend- und noch gehfähige Patienten geben. Das Haus wird zudem die räumlichen Voraussetzungen schaffen, dass sich auch die Notfallversorgung der niedergelassenen Ärzte einbringen kann. "Das ist jedoch Sache der Kassenärztlichen Vereinigung", wollte Wendl den auf dieser Ebene dazu notwendigen Entscheidungen nicht vorgreifen.

Der Verwaltungsrat nahm diesen Bericht des Klinikumsvorstandes mit Erleichterung auf. Die Notaufnahme des Hauses stehe seit Jahren wegen räumlicher Defizite in der Kritik. Mit der nun zugesicherten Modernisierung verband deshalb das Gremium auch die Hoffnung möglicher neuer organisatorischer Strukturen einer zeitgemäßen medizinischen Notversorgung.
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