Jörg Schloder trifft nach Schlusssirene zum Ausgleich
Später Retter

An Spannung sind die Partien der HG Amberg in der Bezirksoberliga-Handballer derzeit kaum zu überbieten: Jörg Schloder verwandelte im Derby bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld einen Strafwurf nach der Schlusssirene und sicherte das 21:21 (13:10).

In den ersten sechs Minuten fiel - völlig handballuntypisch - überhaupt kein Treffer. Das lag vor allem an den Torhütern: Sie standen während des gesamten Spiels im Mittelpunkt. HG-Schlussmann Martin Feldbauer hatte zunächst gegenüber seinem Lehrmeister und ehemaligen Mitspieler Martin Strejc leicht die Nase vorn. Seine Abwehr unterstützte ihn gut dabei und zwang die Hausherren zu Rückraumwürfen, die Nabburg/Schwarzenfeld nicht hochprozentig verwertete. Nach dem 3:3-Zwischenstand häuften sich jedoch die Ungenauigkeiten im HG-Angriff.

Durch die hohe Fehlerquote kamen die Gastgeber über ihre starke zweite Welle zu einigen Toren. Da hatte auch Feldbauer nur noch wenig Abwehrmöglichkeiten und seine zunächst überragende Fangquote ging zwangsläufig nach unten. Trainer Roland Schmid entschied deswegen aus dem Bauch heraus, nach dem 10:13-Pausenrückstand Stefan Beyer in die Kiste zu beordern. Der Zwei-Meter-Mann rechtfertigte dieses Vertrauen auch mit einer Quote von 57 Prozent - ein sensationeller Wert. Seine Vorderleute hatten auf der Gegenseite aber ebenfalls enorm viel Mühe, den Ball vorbei am tschechischen Torwartroutinier Strejc in die Maschen zu befördern. Die HG traf nur drei von acht Strafwürfen.

Die fehlenden Tore vom Siebenmeterpunkt sorgten dafür, dass Nabburg-Schwarzenfeld drei Minuten vor dem Ende mit 20:18 in Front lag. HG-Trainer Schmid ordnete zu diesem Zeitpunkt in einer Auszeit eine doppelte Manndeckung gegen die HSG-Halbspieler Tobias Held und Armin Kiener an. Diese Maßnahme fruchtete auch sofort und forcierte zwei Ballgewinne, die mit schönen Spielzügen zum 20:20 abgeschlossen wurden. Die Hausherren brauchten schon einen abgefälschten Ball, um noch einmal in Führung zu gelangen. Nach einem Ballverlust der HSG wurde Linksaußen Tobias Hirsch auf die Reise geschickt, der nur mit Foulspiel zu bremsen war. Routinier Jörg Schloder übernahm die Verantwortung vom Punkt, ließ die Uhr herunterlaufen und verwandelte nervenstark zum Ausgleich.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Beyer Feld. Hirsch (7), Schobert (3), Strasser (3/1), Streber 2), Rohrbach (2/1), Wagner, Andersch, Lulla (je 1), Schloder (1/1), Gschrei.
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