Jörg Weigert und Norbert Huber bei Nonstop-Radrennen in der Schweiz - 1026 Kilometer
Tour de Tortur

Ein Jahr sportlicher Vorbereitung und Planungen für die TorTour in der Schweiz (www.tortour.ch) sind zu Ende und entladen sich in einem 35 bis 40 Stunden langen Nonstop-Radrennen rund um die Schweiz - 1026 Kilometer mit 12 700 Höhenmetern und Start und Ziel in Schaffhausen. Norbert Huber und Jörg Weigert vom CIS Amberg starten dort in der Wertung der 2er-Teams. Zusammen mit ihrer sechsköpfigen Crew sind sie das "Team Haba Ghost".

Zu dem gehören der Fotograf Peter Nörr aus Roth bei Nürnberg und Physiotherapeut Michael Huber aus Traunstein. Die beiden Begleitfahrzeuge werden abwechselnd Wolfgang Stöckl aus Weiden, Lars Fabianski und Thorsten Stahmer aus Hamburg gefahren. Für die Navigation während des Rennens ist Teamchef Jürgen Frischmann aus Amberg zuständig. Eine Schrecksekunde hatte das Team Anfang Juli auszustehen. Norbert Huber brach sich am 1. Juli mehrfach das Gelenk in der rechten großen Zehe. Es stand eine Pause von bis zu vier Wochen im Raum. Doch der konnte der 43-Jährige schon nach zwei Wochen wieder aufs Rad steigen.

Das Rennen beginnt heute Abend mit einem Prolog über einen Kilometer, der eine Steigerung mit 15 Prozent beinhaltet. Nach den Platzierungen dieses Prologs wird dann in der Nacht zum Freitag, 14. August, ab 3 Uhr morgens mit Fünf-Minuten-Zeitabständen gestartet. Es folgen 16 Etappen, wovon Huber und Weigert drei Etappen als Paarzeitfahren gemeinsam bestreiten müssen. Die übrigen Etappen zwischen 30 und 73 Kilometern fahren sie im Wechsel.

Jörg Weigert lebt in Kastl. Sein größter Erfolg war ein "Finish" unter zehn Stunden bei seiner ersten Triathlon Langdistanz in Roth. Huber hatte sich 2009 nach 15 Jahren vom leistungsorientierten Triathlonsport verabschiedet. 2012 fuhr er dann in einem 4er Team das legendäre Race across America. "Das ist mit der TorTour kaum vergleichbar", erzählt Weigert. "In den USA sind wir zu viert in sechs Tagen 4800 Kilometer gefahren - also 1200 für jeden Fahrer - umgerechnet rund 200 Kilometer pro Tag. Nach jeder Phase der wechselnden Be- und Entlastung von neun Stunden kam eine neunstündige Pause für Erholung und Schlaf", sagt Huber. "In der Schweiz fahren wir auf den Tag umgerechnet gut 400 Kilometer und richtige Schlafpausen gib es nicht. Das Schlafdefizit wird für die Fahrer und noch mehr für die Crew das wohl größte Problem."

Mit ihrer Teilnahme wollen Weigert und Huber auch etwas Gutes tun. Gelder von Sponsoren, welche noch kurzfristig zur Verfügung gestellt werden, gehen zu 50 Prozent an die Klinik-Clowns (www.klinikclowns.de).

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Mehr Informationen im Internet:

http://www.facebook.com/teamhabaghost
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