Johannes Heckmann feiert heute 70. Geburtstag - Bei Firma Korodur sind die Weichen langfristig ...
Top als Unternehmer und im Sport

Johannes Heckmann. Bild: hfz
Er ist ein Firmenchef der alten Schule: Für Johannes Heckmann zählen nicht nur Zahlen, Zahlen, Zahlen - dem Geschäftsführer der Firma Korodur sind die Kundenpflege und persönliche Kontakte, der menschliche Umgang also, im Business ebenso wichtig. 70 Jahre wird er heute, ein Alter, in dem die meisten Menschen sich schon längst in den Ruhestand verabschiedet haben.

Heckmann dagegen ist noch mit viel Hingabe im Geschirr. "Das hat aber nichts mit Nicht-loslassen-können zu tun", betont er, er hängt halt an dem Familienbetrieb, seinem Lebenswerk. Hinzu komme, dass sich aus manch einer Geschäftsbeziehung eine Freundschaft entwickelt habe, da gebe man die Zusammenarbeit nicht so leicht auf. Und ein "verschleißfester" Macher sei er auch.

Ein wenig hat der Unternehmer sein Pensum aber schon zurückgefahren, nach eigener Einschätzung auf vielleicht 75 Prozent. Heute kümmert er sich in erster Linie um strategische Themen, etwa einzelne Produkte und Partnerschaften. Das alltägliche Geschäft hat er bereits in großen Teilen in andere, aber keineswegs fremde Hände übergeben.

Weichen sind gestellt

Tochter Nikola übernahm in den vergangenen fünf Jahren peu à peu Verantwortung, ist bereits zur Prokuristin aufgestiegen. "Das entlastet stark", stellt Heckmann fest. Und wenn auch noch Sohn Michael mittelfristig im Betrieb einsteigt, dann will er sich, so sein Plan, aus dem aktiven Geschäft zurückziehen. Die Weichen sind also gestellt, und das nachhaltig. Denn er und sein Bruder Dieter haben die Anteile der Korodur-Gruppe bereits komplett an die drei Kinder von Johannes Heckmann übertragen.

Die andere Leidenschaft

Der Jubilar ist sein Leben lang ein begeisterter Sportler. Tennis hat es ihm seit jeher angetan, ob als erfolgreicher Spieler, Trainer, Beirat oder Sponsor des TC am Schanzl. Knieprobleme beendeten schon vor vielen Jahren die aktive Karriere. Doch Ersatz ist gefunden. Heute gehört dem Golfen seine Leidenschaft, und auch mit Skifahren hält er sich fit. Zum Beispiel für seine ersten beiden Enkeltöchter, die in diesem Jahr zur Welt kamen.

Gebürtig in Bad Reichenhall, führte Johannes Heckmanns Weg über Nürnberg nach Berlin, wo sein Bruder Dieter die Firma Korodur erworben hatte. Bei dem Hersteller von Hartstoffen, die für Industrieböden verwendet werden, führte er bald verantwortlich die Geschäfte. 1978 verlagerte er das Unternehmen nach Amberg an die Welserstraße, baute später im Industriegebiet Nord den Firmensitz neu. Heute beschäftigt Korodur rund 60 Mitarbeiter.

Die Produktpalette umfasst Spezialbaustoffe für Industrie- und dekorative Böden sowie die Sanierung von Trinkwasserbehältern. Hinzu kommt Katzenstreu, von dem täglich mindestens fünf Lkw-Ladungen ausgeliefert werden. Als weiteres Standbein ist Korodur Lizenzhersteller für amerikanischen Sanierungsmörtel, wie er zum Beispiel am Nabburger Tor zum Einsatz kam.
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