Johanniter-Unfallhilfe informiert über Stützpunkt - Nächstes Jahr Neubau
Rettung aus Schwandorf

Die 19222 muss raus aus den Köpfen. Künftig gilt die 112. "Bis Ende des Jahres wird die Vorwahlfreiheit für die alte Nummer abgeschaltet", informierte Geschäftsleiter Andreas Dommer in der Sitzung des Zweckverbandes. Bild: roa
Von Maxhütte-Haidhof bis Nabburg und von Fensterbach bis Neunburg vorm Wald: "In diesem Gebiet werden künftig mit dem neuen Standort in Schwandorf die Hilfsfristen für den Rettungswagen gehalten", informierte Andreas Dommer, Geschäftsleiter des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF).

Von 9 bis 21 Uhr

Bei der jüngsten Sitzung des Gremiums am Mittwoch im Saal der Stadtwerke in Amberg stellte Andreas Denk, Sachgebietsleiter Marketing der Johanniter Ostbayern, die Organisation, die den neuen Stützpunkt betreiben wird, vor. Ab Donnerstag, 1. Oktober, wird der neue Rettungswagen-Stellplatz für ein Jahr am Interims-Standort in Schwarzenfeld untergebracht. Der Neubau in Schwandorf, Freihöls 13 a, erfolgt im kommenden Jahr. Gestartet werde mit circa vier Personalstellen und einer Einsatzzeit von 9 bis 21 Uhr täglich, informierte Einsatzdienste-Leiter Frank Zirngibl.

Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Abstimmung über das Prozedere zur Bestellung von Leitenden Notärzten. Das Bayerische Rettungsdienstgesetz sieht vor, dass zur Koordination der Bewältigung von Großschadenslagen eine Sanitätseinsatzleitung (SanEL) zum Einsatz kommt. Diese besteht immer aus jeweils einem diensthabenden Organisatorischen Leiter (OrgL) und einem Leitenden Notarzt (LNA). Für die beiden Funktionen sind jeweils pro Verbandsmitglied bis zu sechs LNA oder OrgL zu bestellen. "Vorher waren dafür die Landratsämter zuständig", informierte Dommer. Der Zweckverband startet deshalb ein Auswahlverfahren, bei dem sich jeder Notarzt - welcher die Voraussetzungen mitbringt - bewerben kann. Das Gremium beschloss diese Vorgehensweise einstimmig. Künftig können sich interessierte Notärzte beim ZRF bewerben. Es werde eine Anhörung und Gespräche mit Fokus auf Einsatzerfahrungen, Qualifikationen, Motivation oder Sozial- und Führungskompetenz folgen. Die geeignetsten Bewerber werden für fünf Jahre bestellt.

Vorwahlfreiheit weg

Abschließend informierte Dommer die Mitglieder des Verbandes über das Ende der alten Nummer 19222. Diese wurde aufgrund der einheitlichen Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst mit Inbetriebnahme der ILS überflüssig. Die Vorwahlfreiheit der 19222 aus dem Festnetz sei kostenintensiv und werde bis Ende des Jahres abgeschaltet.
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