Jürgen Schossig und Werner Döllinger wieder im Sattel
Mit dem Radl nach Rom zur Audienz

Jetzt wird's zwar nicht zur Sucht, aber die Ansprüche steigen: 2013 Wien, im Vorjahr Paris und ab Pfingstsonntag führen alle Wege nach Rom - Jürgen Schossig (61), Kraftfahrer im Ruhestand, und Werner Döllinger (69), noch immer praktizierender Zahnarzt, schwingen sich wieder in den Sattel.

Ab morgen früh radeln sie in Amberg los und wollen nach 14 Etappen am Mittwoch, 10. Juni, auf dem Petersplatz an der Generalaudienz von Papst Franziskus teilnehmen. Dazu haben sie sich angemeldet.

Ansonsten aber nimmt's das Radler-Duo, wie es kommt: "Gebucht ist nichts, außer einer Übernachtung in München bei meiner dort wohnenden Tochter", legt der heute in Regenstauf wohnende Amberger Dentist Döllinger vorab dar. "Diesmal haben wir ein Zelt im Gepäck", fügt Schossig hinzu. Damit sei man unterwegs auf keine feste Unterkunft mehr angewiesen: "Einfach um auf Nummer sicher zu gehen", wie sie übereinstimmend sagen.

Ansonsten ist nicht allzu viel geplant, außer der groben Richtung - und die führt nach Süden, zunächst über Regensburg und München via Innsbruck und Brenner nach Sterzing in Südtirol. Verona steht ebenso als Vorgabe wie "ein Abstecher nach San Marino". Danach soll bald der Wechsel von der Innenseite des Stiefels entlang der Adria auf die andere folgen, um so Rom zu erreichen.

Rund 1500 Kilometer lang wird die Tour werden und gut 100 Kilometer wollen Schossig und Döllinger täglich herunterspulen müssen: "Wenn's mehr wird, macht das auch nichts - aber wir sind keine Rennfahrer", sagen sie übereinstimmend. Heimwärts geht es nach der Papstaudienz am Donnerstag, 11. Juni, mit der Eisenbahn. Und nächstes Jahr radeln sie dann nach Amsterdam.
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