Jugend kriegt ihren Skaterpark

Projektkoordinator Ibrahim Dourra Maiga stellte den Delegierten des SJR die Aktion "Flüchtlinge werden Freunde" des BJR vor. Bild: usc

Der Amberger Jugendgipfel vom Mai trägt Früchte. Ein großer Wunsch daraus soll im nächsten Jahr umgesetzt werden: der Bau einer neuen Skateranlage.

Dafür hat die Stadt in ihrem Haushalt für 2016 die nötigen Mittel vorgesehen. Das wertete der Stadtjugendring, die Stimme von 39 Mitgliedsvereinen und -verbänden mit Jugendarbeit, als Signal, dass junge Wünsche im Stadtrat Gehör finden. Wie Vorsitzender Dr. Horst Pongratz bei der Herbstvollversammlung mitteilte, würden weitere Anträge aus dem Jugendgipfel derzeit eingehend geprüft.

"Wird was Ordentliches"

Die positive Einstellung gegenüber dem Engagement des Stadtjugendrings unterstrich auch Bürgermeister Martin Preuß. "Die Arbeit des SJR wird von der Politik entsprechend wahrgenommen", versicherte er. Die Anliegen der Jugend hätten im Stadtrat einen hohen Stellenwert. In diesem Zusammenhang sagte Preuß, dass der geplante Skatepark "etwas Ordentliches wird".

Der Jugendgipfel Anfang Mai war ein Schwerpunkt der Arbeit des Stadtjugendrings gewesen, wie Pongratz in seinem Rückblick auf 2015 hervorhob. Er wertete es als sehr positiv, dass die Stadtverwaltung mit allen Referenten zugegen war und dass die Wünsche wie Anträge aus den Fraktionen behandelt wurden.

Die geforderte Einführung einer Ferienmarke für den ÖPNV im August sei in der Form vom ZNAS zwar abgelehnt worden. Doch als Alternative verweise der Zweckverband einerseits auf den Umweltfahrausweis, bei dem für ein Jahresabonnement nur der Preis von zehn Monatskarten zu zahlen sei. Als andere Alternative für Schüler, die elf Monate lang kostenlos im ÖPNV fahren können, biete sich das Städteticket an. Es gelte für das gesamte Stadtgebiet und kostet 15 Euro für den ganzen August. Alle weiteren Anträge aus dem Jugendgipfel werden nach Auskunft von Pongratz derzeit in den relevanten Referaten der Verwaltung bearbeitet. Das betreffe die "schönere Gestaltung der Altstadt", neue Veranstaltungen und Events für Jugendliche und die Eröffnung eines Jugendcafés im Citybereich.

Interkulturell kehrt wieder

Aufgrund der guten Resonanz, die das Interkulturelle Fest heuer bei allen Beteiligten gefunden hat, wird es laut Pongratz 2016 eine Neuauflage geben (ebenso für die Interkulturelle Woche im Jugendzentrum). Angesichts der großen Flüchtlingswelle bemühe sich der Stadtjugendring, junge Migranten in seine Struktur einzubinden, kündigte der Vorsitzende an.

Aktionstag im Hocko

Als zentrale Gemeinschaftsveranstaltung von Stadt- und Kreisjugendring plane man als Schwerpunkt für 2016 im Hockermühlbad den Aktionstag "School's Out", ein Jugendfestival am 29. Juli, dem letzten Schultag vor den Sommerferien. Von 14 bis 22 Uhr werde ein buntes Programm geboten, unter anderem mit Live-Musik von lokalen Bands, einer Bar mit alkoholfreien Cocktails, mit Aktions- und Infoständen der Jugendverbände sowie des Stadt- und Kreisjugendrings, mit verschiedenen Turnieren (z.B. Volleyball, Basketball, Slackline) und Action in den Schwimmbecken. Da auch der Kreisjugendring mit im Boot ist, sollen Pendelbusse aus dem gesamten Landkreis Jugendliche nach Amberg bringen, informierte Pongratz.

Als "Hausaufgabe" gab der Vorsitzende den Delegierten mit auf den Weg, sich bald Gedanken über seine Nachfolge zu machen. Auch sein Stellvertreter, Christoph Tresch, kündigte an, dass er wegen seiner beruflichen Veränderung nach Oberbayern bald nicht mehr als zweiter Mann zur Verfügung stehen werde.
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