Jugend zeigt, was sie tut

Mitmachen ausdrücklich erwünscht - das galt auch für den Stelzenakrobaten, der in der Fußgängerzone für die Jugendverbände warb.

Palmen vor dem Zeughaus? Kein Problem für die Jugend aus Stadt und Landkreis - um auf sich und ihr Engagement in unzähligen Vereinen aufmerksam zu machen, verlegt sie mal eben schnell die Südsee an die Vils. Auch wenn das Wasserwirtschaftsamt damit offenbar ein Problem hatte.

Noch ein bisschen mehr Interesse hätten sie verdient gehabt - die rund 250 Vertreter von 25 Institutionen aus dem Stadt- und Kreisjugendring, die am Samstag die Innenstadt bevölkerten: Zum ersten Mal hatten sich beide Dachorganisationen der Jugendarbeit im Raum Amberg-Sulzbach zusammengetan, um vor dem Zeughaus, am Schrannenplatz und im Maltesergarten auf sich und ihre ehrenamtlichen Aktivitäten aufmerksam zu machen. Bei der Zahl derer, die die teilweise sehr originell bestückten Info- und Mitmach-Stände besuchten, ist fürs nächste Mal noch "Luft nach oben".

Die Beteiligten waren trotzdem recht zufrieden mit dieser Premiere. Die zeigte eindrucksvoll, wie groß und vielseitig das Freizeit-Angebot für Kinder und Jugendlichen ist - vom Sportverein bis zur DLRG und von den Pfadfindern bis zur Freiwilligenagentur.

Die jeweiligen Vereine und Institutionen stellten sich nicht nur vor, sondern luden auch gleich zum Ausprobieren ein, egal ob zum Singen am Lagerfeuer oder zum Geschicklichkeitsspiel mit dafür zweckentfremdeten Einsatzgeräten wie Luftdruckkissen oder Rettungsspreizer. So konnten potenzielle Neuzugänge gleich testen, in welcher Gruppe sie gut aufgehoben wären. Werbung war freilich nur ein Beweggrund für die Aktion "Young Fever 2014", das erste Fest der Jugendarbeit. Einen Rundgang von Repräsentanten der lokalen und überregionalen Politik nutzten die Vereinsvertreter gleich, um darauf hinzuweisen, wo sie der Schuh drückt.

"Kinder an die Macht", sang einst Herbert Grönemeyer. In Amberg stürmten am Samstag die Jugendlichen die Stadt - "Young Fever" war angesagt. Stadt- und Kreisjugendring haben gemeinsam einiges auf die Beine gestellt. Bilder von Stephan Huber.



Horst Pongratz, Vorsitzender des Stadtjugendrings, konnte sich dabei den Hinweis auf organisatorische Schwierigkeiten nicht verkneifen: Gerne wäre die Jugend auch auf dem Marktplatz aktiv geworden, doch der blieb dem Wochenmarkt vorbehalten. Zu Pongratz' Bedauern hatte zudem das Wasserwirtschaftsamt die geplanten Bootstouren auf der Vils bei der Stadtbrille nicht gestattet.So konnte die Vils nicht zum Meer werden. Aber die aufblasbaren Palmen sorgten trotzdem für Südsee-Feeling.
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