Kampfansage an Konkurrenz

Eine Hand zerrt vorne am Judogi, die andere reißt hinten - "Textilvergehen" wie im Fußball gibt es im Judo nicht. Zum Glück für Dominic Böhmer (rechts) von Bushido Amberg, der seinem Gegner hier so richtig an die Wäsche geht. Bild: Ziegler

Mit fünf Neuzugängen geht Bushido Amberg in die neue Saison. Unter ihnen ist der Wunschkämpfer, um den der Judo-Bayernligist schon seit Jahren wirbt.

So spät wie noch nie startet in diesem Jahr die Judo-Bayernliga: Am Sonntag, 8. März, erwarten die Kämpfer von Bushido Amberg den Wiederaufsteiger TV Erlangen II. Nach Platz zwei im Jahr 2013 und Rang vier in der vergangenen Saison darf es für die Mannschaft von Trainer Rainer Druschba diesmal gerne wieder ein Stück nach oben gehen.

Zweimal sonntags

Gleich nach dem Ende der Saison wurden bei Bushido die Weichen gestellt und so formten die Verantwortlichen eine etwas veränderte und wahrscheinlich wieder einmal verstärkte Mannschaft. Um die Saison erfolgreich zu bestreiten, ist aber auch wichtig, verletzungsfrei durch das Jahr zu kommen und möglichst oft auf den gesamten Kader zurückgreifen zu können. In der vergangenen Saison war das nicht der Fall, wodurch Amberg mindestens einen Platz in der Tabelle verlor.

Bushido startet dieses Jahr mit zwei Heimkämpfen, die ungewohnter Weise an einem Sonntag ausgetragen werden und beide unbedingt gewonnen werden müssen, um die folgenden Aufgaben mit dem nötigen Schwung und ohne Druck angehen zu können. Die meisten Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gab es in der Klasse bis 66 kg, in der die Amberger aufgrund zahlreicher Ausfälle und nur sehr wenige Punkte sammelten. Nicht mehr im Kader sind Arthur Brzoza, Philipp Daab und Nils Zwack.

Aber mit Yannick Himmelspach und Damian Popiel wurden zwei Top-Kämpfer verpflichtet: Himmelspach hat bereits Erfahrung in der 2. Bundesliga und wird zusammen mit Damian Popiel, der 2014 Siebter bei der polnischen Meisterschaft bei den Herren, Vizemeister der polnischen Hochschulmeisterschaften und Dritter bei den Junioren wurde, sowie den verbliebenen Stützen Dominik Böhmer und David Dussault ganz sicher eine nur schwer zu schlagende Leichtgewichtstruppe bilden. Mit Marcus Weingandt steht ein weiterer junger Neuzugang aus Neustadt/Waldnaab als Backup bereit.

Acht Jahre 2. Bundesliga

In den mittleren Klassen bleibt alles wie gehabt. Alle Leistungsträger haben ihre Zusage für ein weiteres Jahr gegeben. Lediglich Kapitän Philipp Piesche wechselt: Aber nur von der 73-kg- in die 81-kg-Klasse. Im Halbschwergewicht (-90 kg) bekamen die Amberger nach jahrelangem Werben endlich ihren Wunschkämpfer: Aus Hof kommt der gebürtige Weidener Vinzenz Dotzler mit der Empfehlung von acht Jahren in der 2. Bundesliga (Leipzig, Rötz, Erlangen) mit einer herausragenden Kampfbilanz. Zusammen mit Friedemann Schneider könnte hier ein echtes Traumduo entstehen. Neu ist auch Eigengewächs Tim Winkler, dagegen stehen Christoph Hollender (Verletzung) und Maximilian Weigert (Auslandsaufenthalt) in dieser Saison nicht zur Verfügung. Keine Veränderung gab es im Schwergewicht.

Mit den Verstärkungen dürften die Amberger wieder zu den Top-Mannschaften in der Bayernliga gehören. Großer Favorit auf den Titel ist nach dem Aufstieg der Abensberger in diesem Jahr aber der TSV Mainburg. Für die Aufsteiger Erlangen und Lenggries zählt wohl nur der Klassenerhalt, während für alle anderen Teams (Kodokan München, Peiting, Rötz, Landshut) alles möglich ist.
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