Kegeln: Ungewöhnlicher Doppeleinsatz für FEB Amberg bei Rot-Weiß Zerbst
Vormittags Liga, nachmittags Pokal

Ein wahrlich nicht alltäglicher Spieltag wartet auf die Bundesliga-Kegler von FEB Amberg. Die Oberpfälzer sind am Samstag, 21. Februar, bereits um 10 Uhr zu Gast beim Branchenprimus Rot-Weiß Zerbst. Doch damit ist es nicht getan: Noch am selben Tag treten die beiden Teams um 14 Uhr ein weiteres Mal gegeneinander an - im Viertelfinale des DKBC-Pokals.

Die Losfee hatte es nicht gut gemeint mit FEB, den Ambergern die weite Reise nach Sachsen-Anhalt aufgebürdet - und die praktisch unüberwindbare Hürde Zerbst vor die Nase gesetzt. Da zudem der angesetzte Pokaltermin Ende April, fünf Wochen nach dem letzten Ligaspiel, für beide Mannschaften unattraktiv ist, kam man in beiden Lagern unabhängig voneinander auf die nun gewählte Doppel-Variante und einigte sich auch schnell darauf. Für Amberg ist dies auch eine Maßnahme im Hinblick auf die kommende Saison. In der diesjährigen Vorrunde war deutlich zu merken, dass vor allem Spieler wie Jürgen Zeitler, Wolfgang Häckl und Andreas Schwaiger, die seit vielen Jahren dabei und entsprechend verletzungsanfällig sind, von der vorausgehenden langen Sommerpause profitieren konnten. Diesen Bonus will man auch dieses Jahr wieder haben. Eine Teilnahme am Final-Four des Pokals Ende Juni, also mitten in der Sommerpause, ist angesichts des Loses realistisch gesehen fast ausgeschlossen.

Ebenso ist man natürlich auch im Ligaspiel krasser Außenseiter gegen die weltweit beste Vereinsmannschaft, die mit deutschen und slowenischen Nationalspielern gespickt ist. Vor Wochenfrist qualifizierte sich Zerbst erneut für das Finalturnier in der Champions-League. Seit zehn Jahren gewinnt der deutsche Serienmeister in schöner Regelmäßigkeit alles, was es im Kegelsport zu holen gibt.

Natürlich will sich das Amberger Team nach Kräften wehren, doch geht im FEB-Lager keiner davon aus, dass die jüngste Niederlagen-Serie ausgerechnet in Zerbst endet. Die sensationelle Vorrunde erlaubt es den Ambergern zudem, entspannt in die letzten Begegnungen zu gehen.

Vor allem am Samstag soll jeder Spieler auch ein wenig für sich selbst versuchen, den gut gepflegten Zerbster Bahnen eine gute Zahl abzuringen und ein wenig Spaß zu haben. Da man aufgrund etlicher Spielerwechsel zwischen den beiden Mannschaften in der jüngeren Vergangenheit ein außerordentlich gutes Verhältnis zu Zerbst pflegt, dürfte der Spaß nicht zu kurz kommen.
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