Keilerei mit zehn Leuten: Abreibung für Bekannten der Ex
Schlägertrupp im Bus

Der Schlägertrupp kam mit dem VW-Bus - in die anschließende Auseinandersetzung sollen zehn Leute verwickelt gewesen sein: Mit so einem Vorfall mitten in der Nacht auf dem Parkplatz eines Geschäfts an der Regensburger Straße bekommt es die Polizei auch nicht alle Tage zu tun. Klar, dass die Beamten die spektakuläre Meldung ernst nahmen und sofort mit mehreren Streifenwagen ausrückten. Als sie vor Ort eintrafen, war von den Angreifern jedoch nichts mehr zu sehen. Sie waren mit ihrem Großraumfahrzeug so schnell verschwunden, wie sie laut Zeugen aufgetaucht waren.

Am Freitag gegen 1.30 Uhr war der entsprechende Notruf bei der Einsatzzentrale eingegangen. Demnach hatte sich eine Gruppe von sechs jungen Leuten im Alter zwischen 18 und 29 Jahren auf dem Kundenparkplatz aufgehalten. Unter ihnen befand sich auch die offenbar getrennt lebende Ehefrau (20) von einem der beschriebenen Täter aus dem VW Bus und deren Bekannter (24), heißt es im Polizeibericht. Fünf Männer seien aus dem Transporter ausgestiegen und zielgerichtet auf den 24-Jährigen losgegangen. Nach Zeugenaussagen schlugen sie gemeinsam auf ihn ein und traten ihn mit Füßen. Leute aus der Gruppe, die dazwischengehen wollten, wurden nach eigener Schilderung daran gehindert. Nach ihrer Auskunft flüchteten die Aggressoren anschließend in dem VW-Bus mit AS-Kennzeichen. Die Ordnungshüter fahndeten bis in den Bereich von Sulzbach-Rosenberg nach dem Auto, zunächst jedoch ohne Erfolg. Erst später wurden ihnen die Personalien der Täter bekannt - mittlerweile laufen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Wie die Ordnungshüter herausfanden, ist die 20-Jährige erst kürzlich aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und besagter Bekannter war ihr dabei behilflich gewesen. "Möglicherweise sollte ihm dafür eine Abreibung verpasst werden", vermuten die Beamten und ergänzen, dass der 24-Jährige nicht ernsthaft verletzt wurde. Jedenfalls musste er sich keiner ärztlichen Behandlung unterziehen und wollte selbst auch keine Anzeige erstatten.
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