Kein Kanonenfutter

Trainer Stefan Hensel (Mitte) vom SC Germania Amberg II versucht seine Spieler neu zu motivieren. Die Kurve des Aufsteigers zeigt langsam aber stetig nach unten. Jetzt ist vor dem elften Spieltag Platz zwölf erreicht. Bild: Ziegler

Zehn Spiele, acht Siege: Der Neuling 1. FC Neukirchen hat in der Kreisklasse Süd auf seine Verfolgerschar mit sieben Vereinen schon eine Distanz von fünf Punkten und mehr gesetzt. Die drei letzten Vorrundenspiele sind für den Aufsteiger ein Gradmesser, wohin die Reise gehen könnte.

Die Verfolger des kleinen FCN sind zahlreich. Vor allem der zweite Platz ist heftig umstritten, genau wie am Tabellenende fast alles nahe beieinander ist: So könnte sich der Tabellenvorletzte SV Illschwang/Schwend mit zwei Siegen in Folge im Mittelfeld einreihen. Eine enge Kiste dürfte es dagegen für den immer noch sieglosen Tabellenletzten SV Etzelwang werden, und der gastiert am Sonntag beim SV Illschwang/Schwend. Gewinnen die Gastgeber, haben sie den Relegationsplatz wieder in Sichtweite. Etzelwang wäre dann acht Punkte entfernt und der Relegationsplatz das Minimalziel, um sich die Liga erhalten zu können.

Neben diesem Kellerduell umgibt derzeit vor allem den Aufsteiger SC Germania Amberg II und den umgruppierten Absteiger TSG Weiherhammer der Dunst einer potenziellen Abstiegsrelegation. Die Jungs vom Langangerweg empfangen den SV Kauerhof, der mit Platz zehn nicht wirklich zufrieden ist und zudem nur drei Punkte besser da steht - bei einer Niederlage also von seinen Gastgebern eingeholt werden würde.

Dem FC Weiden-Ost II droht das gleiche Dilemma wie dem SV Kauerhof: Eine Niederlage würde die Kreisligareserve bedrohlich Richtung gefährdete Plätze abrutschen lassen. Das könnte durchaus passieren, denn es macht der Tabellenführer aus Neukirchen seine Aufwartung.

Die TSG Weiherhammer erwartet den SV Köfering, der sich nach ein paar Erfolgserlebnissen bis auf den vierten Rang nach vorne gearbeitet hat. Diesen Lauf wollen die Mannen von Trainer Peter Kern natürlich am Leben erhalten und aus Weiherhammer Punkte entführen. Für die Gastgeber, die die zweitschlechteste Abwehr der Liga haben, wird daher wohl gelten, erst einmal die Schotten dicht machen. Den Aufsteiger TuS Rosenberg II und die DJK Ammerthal II trennen nur zwei Punkte, so dass die Hüttenstädter bei einer Heimniederlage mit ihren Gästen den Platz tauschen müssten.

Verfolger unter sich: Die SpVgg Ebermannsdorf hat in den letzten Spielen ein bisschen nachgegeben, dennoch aber nur drei Punkte weniger auf dem Konto als der Tabellenzweite, der 1. FC Schlicht. "Wir haben eine gute Truppe, mit der es Spaß macht, zusammenzuarbeiten", sagt Trainer Armin Lontke. Nun kommen aber für die SpVgg die Wochen der Wahrheit, denn nach Schlicht geht es zum derzeitigen Tabellennachbarn SV Hahnbach II und zum Abschluss der Vorrunde kommt der Tabellenführer aus Neukirchen: "Danach werden wir wissen, wohin unser Weg gehen wird", ist sich Lontke sicher. "Wir wollen uns im vorderen Bereich behaupten, was aufgrund unserer personellen Lage gar nicht einfach ist, denn neben dem Langzeitverletzten Maximilian Schmidt haben wir auch weitere Ausfälle und immer wieder angeschlagene Spieler." Dennoch hofft Lontke, dem Favoriten ein Schnippchen zu schlagen.

Nach dem überzeugenden Erfolg gegen Schlicht hat sich der 1. FC Rieden bis auf den dritten Rang nach vorne gearbeitet. Nun erwarten die Vilstaler den SV Hahnbach II, der bei 16 Pluspunkten nur zwei Zähler weniger auf seinem Konto hat. Wenn sich Rieden in den vorderen Tabellenregionen etablieren will, sollten Heimspiele auch Erfolge nach sich ziehen. Die Ausgangslage ist klar, ebenso klar ist auch, dass die spielstarken Gäste aus Hahnbach alles andere als Kanonenfutter darstellen.
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