Kein Kellerduell, aber zwei Kracher

Auf die Abwehr des TuS Rosenberg II - hier mit Maximilian Glöckner, Dominik Spies und Jürgen Hartmann (von links) - kommt mit dem 1. FC Schlicht ein dicker Brocken zu. Bild: Ziegler

Die Vorrunde in der Kreisklasse Süd neigt sich dem Ende, und der 12. Spieltag bringt in der Spitzengruppe zwei Top-Spiele: Der 1. FC Neukirchen erwartet den FC Rieden und der FC Schlicht empfängt den punktgleichen TuS Rosenberg.

Langsam aber sicher trennt sich die Spreu vom Weizen: Der Aufsteiger und Tabellenführer FC Neukirchen hat sich schon einen ansehnlichen Vorsprung von sechs Punkten und mehr erspielt, dahinter hat sich ein Verfolgertrio auf die Lauer gelegt.

Die SpVgg Ebermannsdorf führt ein dicht gedrängtes Mittelfeld an, das sogar bis zu Platz elf (FC Weiden-Ost II) reicht. Brenzlig wird die Lage dagegen langsam aber sicher für den SV Etzelwang, der noch auf den ersten Sieg wartet.

Im einzigen Samstagsmatch erwartet der FC Weiden-Ost II den SV Köfering. Beide Vereine haben am letzten Spieltag verloren, wobei sich die Kreisligareserve beim 5:7 gegen den FC Neukirchen teuer verlauft hat, und der SV Köfering sich in Weiherhammer mehr als eine 0:1-Niederlage ausgerechnet hatte.

Viele Fans erwartet der FC Neukirchen, denn der Tabellenführer hat nun den neuen Tabellenzweiten FC Rieden zu Gast, der nach einem eher gemächlichen Start in den ersten Begegnungen mittlerweile einen Lauf hat und mit der drittbesten Abwehr der Spielklasse den leicht favorisierten Spitzenreiter im Topspiel des Tages auf Herz und Nieren prüfen wird. Gute Noten hat sich beim Aufsteiger vor allem der Sturm mit 45 Treffern in elf Spielen verdient, und man darf gespannt sein, ob und wie die Vilstaler die Torfabrik in Schach halten können.

Ein weiterer Schlager steigt am Rennweg in Schlicht, wenn der 1. FC den TuS Rosenberg II, einen Aufstiegskollegen des FC Neukirchen, testet. Der Sieger bringt sich wieder ins Gespräch beim Rennen um den zweiten Platz.

Aus dem gut situierten Mittelfeld der Liga messen sich der SV Hahnbach II und die SpVgg Ebermannsdorf, die einen Zähler mehr an Land gezogen hat. Wer gewinnt, der steht wieder in der Nähe der Plätze zwei bis vier. Für die Bezirksligareserve wird bei diesem Spiel viel davon abhängen, ob sie die beste Abwehr der Liga mit erst 13 Gegentreffern knacken kann.

Nach der knappen Niederlage in Rosenberg ist die DJK Ammerthal II auf Platz neun zurückgefallen, das entspricht nicht den Erwartungen. Die Wende soll gegen den SV Illschwang/Schwend eingeläutet werden, der auf dem Relegationsplatz zwölf rangiert und dessen Saisonziel auch der Klassenerhalt ist. Dafür wird jeder Punkt benötigt und daher wird der Gast nichts unversucht lassen, beim zweiten Anzug des favorisierten Landesligisten vielleicht doch einen Punkt zu entführen.

Im Mittelfeld sitzen die Schwarz-Gelben aus Kauerhof und da möchte die TSG Weiherhammer auch hin - der Heimsieg gegen Köfering hat auch die ersten Voraussetzungen dafür geschaffen. Rainer Niewerth, der stellvertretende Abteilungsleiter, berichtetet, "dass wir am Anfang der Saison gar nicht glücklich waren und besorgt waren, durchgereicht zu werden". Dann aber habe die Mannschaft, "die auch ein besonderer Zusammenhalt auszeichnet und in der nur Weiherhammerer spielen", wieder Tritt gefasst. "Von uns kriegt koana a Geld", erzählt der Funktionär weiter, so dass der Kameradschaft eine besondere Rolle zukommt. Im Süden ist es wohl schwieriger als im Norden, gut zu Punkten zu kommen, was auch daran liegen könnte, "dass im Süden immer wieder auch Spieler auflaufen, die schon höherklassig gespielt haben - das ist im Norden nicht so ausgeprägt." Die sportlichen Auswirkungen der jeweiligen Leistungen musste aber nicht nur die TSG Weiherhammer mit dem Abstieg aushalten, ähnliche Erfahrungen haben auch Vereine wie die SpVgg Schirmitz, der SV Kohlberg oder der FC Kaltenbrunn machen müssen. Für die Zukunft der Mannschaft ist Niewerth recht zuversichtlich, was aber die TSG Weiherhammer auch brauchen könnte, "wäre wieder eine größere Zuschauerunterstützung, denn die hat sich seit dem Abstieg fast schon halbiert. Mehr Fans bringen auch mehr Stimmung", so der stellvertretende Spartenleiter, und damit vielleicht auch mehr Erfolg.

Im Keller der Kreisklasse tut sich an diesem Wochenende nichts: Der SV Etzelwang hätte sich eigentlich mit dem dritten Neuling, dem SC Germania Amberg II, duelliert. Aber die Partie wurde kurzfristig auf Samstag, 21. November (14 Uhr), verschoben.
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