Keine große Überraschung: FC Amberg formuliert Saisonziel neu - Spiel beim SC Eltersdorf wird ...
"Wir wollen den ersten oder zweiten Platz"

Alles andere wäre eine Überraschung gewesen, aber jetzt ist es raus: "Wir wollen den ersten oder zweiten Platz und würden uns gegen einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga sicher nicht wehren." So umschreibt Trainer Timo Rost das neue Saisonziel des FC Amberg.

Doch der Weg dorthin sei noch steinig: "In den letzten fünf Spielen wird es noch brutal schwer." Zum Beispiel schon am Donnerstag, 30. April, wenn der FC Amberg den 31. Spieltag gegen den SC Eltersdorf eröffnet.

Die Mittelfranken stehen derzeit mit 49 Punkten auf Rang 7 der Bayernliga. Schon allein deshalb wird sich der FC Amberg mehr strecken müssen als am vergangenen Wochenende gegen wehrlose Memmelsdorfer. Mit 58 Toren verfügt der Kader von Trainer Hendrik Baumgart über eine der besten Angriffsreihen der Liga. Doch nicht nur die Offensive, sondern auch die Defensive ist gefährlich: Mehr als zehn Treffer kommen von etatmäßigen Abwehrspielern. Auch insgesamt sind die Torschützen breit gestreut, bereits 13 Eltersdorfer Akteure konnten sich in dieser Spielzeit schon als Torschütze feiern lassen: "Wir sind offensiv ausgerichtet und damit schwierig auszurechnen", erklärt Joachim Uhsemann, der sportliche Leiter. Am treffsichersten zeigte sich dabei bisher Tobias Herzner (13 Tore) - so lässt sich auch der Abgang von Stürmer Michael Jonczy auffangen, der im Winter nach Ammerthal ging.

Saison gelaufen

Vorne läuft es also beim SCE und doch ist die Saison eigentlich schon gelaufen, denn in der Tabelle werden sich weder nach oben noch nach unten große Chancen oder Risiken ergeben. Der Grund dafür: Zu viele Gegentore. 46 waren es bisher, der zweitschwächste Wert aller Teams aus der oberen Tabellenhälfte. Ursprünglich liegt der Hauptgrund aber in der Vorrunde. Vom 12. bis zum 18. Spieltag holten die Franken aus dem Vorort von Erlangen nur zwei Punkte - zu wenig, um oben mitreden zu können.

Gegen Amberg immer gut

Doch inzwischen läuft es wieder: Eltersdorf gewann drei der letzten fünf Partien und auch die Heimstärke (28 Punkte aus 15 Spielen) spricht dafür, dass dem FCA ein hartes Stück Arbeit bevorsteht: "Gegen Amberg haben wir immer ganz gut gespielt. Der FC ist sicher nicht schlecht, aber das sind wir auch nicht."

Das hat man auch in Amberg registriert, wo man Eltersdorf eigentlich weiter oben in der Tabelle erwartet hätte: "Die haben sehr starke Einzelspieler. Wir stehen vor einer schweren Aufgabe, das wird noch mal eine riesige Hausnummer", warnt Rost vor der Auswärtspartie. Der FC-Trainer kann dabei auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Für den FC kann es in Eltersdorf nur um einen Sieg gehen. "Wir wissen, was auf uns zukommt und fahren nicht unvorbereitet nach Mittelfranken", gibt sich Rost dann auch selbstbewusst. Das tut er übrigens auch im Bezug auf die Schlagzeilen der vergangenen Tage, als publik wurde, dass der Zoll beim FC Amberg aktiv wurde: "So was kann ein Team nur noch mehr zusammenschweißen." Hört sich an wie eine Drohung - zum einen nach Eltersdorf, zum anderen in Richtung der gesamten Bayernliga.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25); Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Hock (2), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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