Kern des Konflikts

Dieser bisher größte Streik in der Geschichte der Deutschen Post AG richtet sich hauptsächlich gegen die Gründung sogenannter Regionalgesellschaften. Für Nordostbayern gibt es laut Verdi-Funktionär Siegfried Failner ein entsprechendes Unternehmen seit 30. März. Damit begehe "einer der größten Arbeitgeber Deutschlands Vertragsbruch und Tarifflucht". Und das, "ohne Not", da der Konzern satte Gewinne und Dividenden erwirtschafte.

Die Regionalgesellschaften hätten nur das Ziel, "für die gleiche Arbeit bis zu 25 Prozent weniger zu zahlen". Die Gewerkschaft bestreitet nicht, dass die Post im Vergleich zu privaten Diensten ihre Beschäftigten gut entlohnt und sichere Arbeitsplätze bietet. Doch genau das solle trotz der deutlich höheren Umsatzrendite als die der Mitbewerber systematisch unterlaufen werden.

Verdi habe deshalb gegenüber der Konzernführung schon klargemacht, dass die Post-Beschäftigten durchaus bereit seien, auf ein Prozent an Lohnerhöhung zu verzichten, als die Auslagerung in Regionalgesellschaften kampflos hinzunehmen.
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