"Kicken konnten wir schon immer"

Michael Dietl (links) vom FC Amberg fällt wegen eines Innenbandanrisses aus. Bild: ref

Der Jahresabschluss beim FC Amberg soll ein gelungener sein, wünscht sich Trainer Timo Rost für das letzte Spiel 2014. Aber zwei Dinge sprechen dagegen: Der Gegner befindet sich richtig im Aufwind - und die Amberger hatten Probleme mit dem Training.

90 Minuten hat das Fußballjahr 2014 in der Bayernliga noch zu bieten. Und zum letzten Heimspiel des Kalenderjahres bekommt es der FC Amberg am Samstag, 22. November, um 14 Uhr mit einem Team zu tun, das derzeit richtig gut drauf ist: der VfL Frohnlach.

Hempel der Torschütze

Vom 11. Tabellenplatz der Oberfranken wird man sich beim Tabellendritten in Amberg, der das Hinspiel 2:0 gewann (zweifacher Torschütze Kai Hempel), sicher nicht blenden lassen. Denn dafür zeigte die Elf von Trainer Stefan Braungardt (46) in den letzten Partien zu starke Leistungen: Seit sechs Spielen ist der VfL ungeschlagen und holte dabei vier Siege in Folge (gegen Eltersdorf, Neudrossenfeld, Ansbach und zuletzt daheim beim 4:2 gegen Haibach) - heißt auf dem Papier: 16 Punkte aus den letzten sechs Spielen.

Talsohle durchschritten

Eine starke Serie, die aber auch dringend benötigt wurde. Denn zwischenzeitlich war der VfL in den Tabellenkeller abgerutscht, gewann vom zweiten (3:1-Sieg gegen Ansbach) bis zum 13. Spieltag (2:1-Auswärtssieg in Ammerthal) keine Partie (sechs Niederlagen, drei Unentschieden). Inzwischen hat man aber durch den aktuellen Lauf den Anschluss ans Mittelfeld wiederhergestellt.

Es läuft wieder, wie Trainer Stefan Braungardt sagt: "Kicken konnten wir schon immer. Nur machen wir jetzt halt endlich weniger Fehler und lassen uns mental nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen." Dass das Frohnlacher Punktekonto nach diesem 22. Spieltag - also nach dem Auftritt in Amberg - noch weiter anwächst, wäre aus VfL-Sicht natürlich wünschenswert.

Aber davor liegen noch 90 schwere Minuten: "Amberg hat eine Hammermannschaft und bessere Einzelspieler, da hängen die Trauben ganz schön hoch. Aber wenn wir das Optimum aus uns rausholen, uns richtig zur Wehr setzen und etwas Glück haben, dann ist ein Punkt drin. Damit könnten wir richtig gut leben." Dafür braucht es aber einen richtig guten Tag, prophezeit Braungardt.

Er hat sich das Ziel gesetzt, "so lang wie möglich die Null zu halten, vielleicht wird Amberg dann ja nervös." Das hat man beim FCA aber nicht vor, auch wenn Timo Rost einen Gegner erwartet, der "richtig gut drauf ist". Da kommt es natürlich ungelegen, dass man laut Timo Rost eine mehr als durchwachsene Woche hinter sich habe: "Es war kein gezieltes und sinnvolles Training möglich, wie es für das Spiel gegen Frohnlach eigentlich nötig gewesen wäre, weil unsere Trainingsplätze alle gesperrt waren." Das ändere aber nichts an der FC-Ausrichtung im letzten Spiel des Jahres, auch wenn Rost warnt: "Frohnlach hat viel Selbstbewusstsein durch die letzten Siege - aber das haben wir auch. Wir müssen höllisch aufpassen, aber wollen unserem Spiel treu bleiben und am Ende natürlich gewinnen."

Ohne Graml und Dietl

Fehlen werden im letzten Heimspiel des Jahres auf FC-Seite weiterhin Andreas Graml und Michael Dietl (beide Innenbandanriss). Dazu kommen einige angeschlagene Spieler, die "sich aber durchbeißen werden, wenn es drauf an kommt", so Timo Rost.

FC Amberg: Götz (1), Haas (25), Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Konjevic (4), Karzmarczyk (18), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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