Klassisch aber ohne Bande

Der FC Amberg hat bei der Stadtmeisterschaft im Hallenfußball immer die Rolle des Favoriten inne. Vor zwei Jahren gelang dem SV Raigering das Kunststück, den Titel zu holen - ansonsten dominierte der Seriensieger. Bleibt die Frage offen, wer es diesmal ins Finale schafft.

In diesem Jahr hat der FSV Gärbershof die Ehre, die Amberger Meisterschaft auszurichten. Am Samstag, 10. Januar, spielen acht Mannschaften bei den Herren, am Sonntag, 11. Januar, ebenfalls jeweils acht bei den A- und C-Junioren (siehe Zeitplan). Die SGS Amberg hat auf eine Teilnahme verzichtet. Wäre sie dabei gewesen, dann hätte der Ausrichter eine Gastmannschaft eingeladen, um auf zehn Mannschaften zu kommen - so wie es Germania Amberg im vergangenen Jahr getan hatte.

Die 26. Meisterschaft bei den Herren steht auf dem Programm, und der FC Amberg will die ihm zugedachte Rolle spielen: "Wir hoffen, dass wir als ligahöchster Verein ins Finale kommen. Was dann passiert, weiß man besonders in der Halle nie", sagt Bernd Scheibel, der Sportliche Leiter des Bayernligisten.

Mit Oliver Gorgiev, Marco Wiedmann und Tobias Wiesner sind drei Stammspieler der ersten Mannschaft dabei, ergänzt wird das Aufgebot mit André Karzmarczyk, Simon Schwarzfischer und weiteren Spielern aus der zweiten Mannschaft und den A-Junioren.

Beim Hallenturnier in Auerbach stand FC-Stürmer Benjamin Werner im Tor, das wird in Amberg in der triMAX-Halle nicht der Fall sein: "In Auerbach hatten wir einen Engpass, weil zeitgleich die Kreismeisterschaft im Futsal war und ein Turnier in Wackersdorf, und einige Spieler hatten Grippe", erklärte Scheibel.

Bei der Stadtmeisterschaft kommt erstmals Neuzugang Stefan Schober zum Einsatz. Der 22-Jährige spielte zuletzt seit der Saison 2012/13 als Nummer 2 hinter Kevin Schmidt beim Ligakonkurrenten DJK Ammerthal, ehe er sich nun zu einem Wechsel zum FCA entschied. Matthias Götz spielt nicht in der Halle.

Der Überraschungssieger 2013, der SV Raigering, hat in diesem Jahr ein kleines Problem: "Fast die gesamte erste Mannschaft ist beim Skifahren, das ist schon im Oktober gebucht worden", erklärte Trainer Roland Rittner. Aber: "Wir haben den Spielern, die dabei sind, nahe gelegt, den Namen SV Raigering gut zu vertreten und das Ganze nicht als Abwechslung zu betrachten." Im Tor steht Tobias Schoberth aus der zweiten Mannschaft, aus der ersten spielen Max Prechtl, Florian Hiltl und Maximilian Kleinod. Dazu kommen Sebastian und Christian Dowridge - und Norbert Braun, der Trainer der zweiten Mannschaft.

"Favorit ist für mich klar der FC Amberg, aber in der Halle bei 12 Minuten Spieldauer gibt's immer Überraschungen. Wir werden uns sicher nicht verstecken", warnt Rittner schon mal die Gegner.

Wie bei der Stadtmeisterschaft üblich, legt der Ausrichter den Spielmodus fest. Da gab es in der Vergangenheit schon einige exotische und sich in die Länge ziehende Titelkämpfe. 2015 aber nicht: "Wir spielen in zwei Gruppen mit je vier Mannschaften und mit Vorrunde, Zwischenrunde, Endrunde und einem richtigen Finale", erklärt Peter Hilburger, B-Junioren-Trainer des FSV Gärbershof, und zusammen mit Albert Kiener Organisator der Stadtmeisterschaften. Beginn ist um 13 Uhr, das Finale ist für 17.23 Uhr vorgesehen.

Alle Amberger Vereine hätten sich schon fast vor einem Jahr auf einer Sitzung auf diese Modalität und auf die "alten Hallenfußballregeln mit normalem Ball" geeinigt. Eine Änderung gibt es dennoch: Gespielt wird ohne Bande.
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