Kleine Geschenke, ein Kobold und viel Geduld der Lehrer erleichtern 380 Abc-Schützen in Amberg ...
Zum Schulstart ein Auto und der Pumuckl

Die Jungs haben an der Barbaraschule die Oberhand: 39 Buben mischen sich in drei Klassen unter 22 Mädchen. Bilder: gf (3)
(lde/wpt) "Hurra, hurra, der Pumuckl ist da!" Wie jetzt - der Pumuckl hat auch seinen ersten Schultag? Da staunten die Abc-Schützen gestern nicht schlecht, als sie schon an der Klassenzimmertür dem lustigen Kobold begegneten, den jedes Kind kennt und der gleich mal die erste Scheu vor dem Eintritt in die neue Welt der Schule verfliegen ließ.

Tatsächlich hat am Dienstag für 380 Abc-Schützen in Amberg der sogenannte Ernst des Lebens begonnen. Aber von wegen Ernst: So "wild" wurde es für die Buben und Mädchen - zu Beginn in Begleitung ihrer Eltern - nicht. Denn die Lehrkräfte hatten sich für den ersten Tag wieder viel einfallen lassen, das die gespannte Erwartung - bei manchen vielleicht auch etwas Angst - in Spaß und Freude verwandelte. An der Barbaraschule zum Beispiel waren ein Papp- und Stoff-Pumuckl solch probate Mittel.

Für Sorgen und Wünsche

"Der rothaarige Kobold ist für die Kleinen wichtig, wenn es um ihre Sorgen geht", erläuterte Lehrerin Margret Möbius, "ihm erzählen sie Ängste und Wünsche, die mit dem Schulanfang verbunden sind." Mit strahlenden Augen sahen die Kinder ihre Klassleiterin an, als diese und der Pumuckl sagten, was man im Unterricht darf und was nicht. Der freche Kobold wird die Schüler hier das ganze Jahr begleiten und in den Fächern immer wieder eine Erklär- und Spaß-Rolle spielen.

An der Barbaraschule bekamen die Erstklässler gestern auch ein kleines Geschenk: ein Spielzeugauto. "Damit möchte ich den Kindern erklären, dass das Leben wie eine Straße verläuft. Manchmal kommt man an eine Kreuzung und muss sich entscheiden, wie man weiterfährt. So ist es im Leben auch", schilderte Möbius ihren staunenden kleinen Zuhörern. Dabei würden die Fahrbahnen manchmal zwar enger, trotzdem ginge es im Leben stets weiter - ebenso wie in der Schule. So bildhaft erläutert, gefiel Paulina ihr erster Schultag sehr gut: "Am schönsten war das Lied, das wir gesungen haben. Ich freue mich aber auch, dass ich zu Hause meine Schultüte aufmachen darf", stahlte die Sechsjährige.

"Endlich Hausaufgaben"

Und auch das gab es gestern: "Ich freue mich schon darauf, endlich meine Hausaufgaben zu machen", verriet die gleichaltrige Maria. Aber auch sie konnte es kaum erwarten, ihre Schultüte auszupacken, um "endlich zu sehen, was drin ist".
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