Kleine Lebensretter

Eine Reihe von neueren Therapien und Hilfsmitteln leisten bei der präklinischen Versorgung von schwerst oder lebensgefährlich verletzten Menschen wertvolle Dienste. Dr. Torsten Birkholz nennt als Beispiel die Gabe von Tranexamsäure, um den Blutverlust zu verringern. Um die Gefahr eines raschen und massiven Blutverlusts, der nach einer schweren Beckenfraktur auftreten kann, zu minimieren, werde in der jüngsten Zeit eine Beckenschlinge verwendet. Sie diene sowohl zur Stabilisierung als auch zur Kompression des Beckens.

"Bei lebensbedrohlichen Blutungen der Extremitäten kann das Körperteil mit einem sogenannten Tourniquet abgebunden werden", schildert der erfahrene Notarzt eine Therapie, "die in der Kriegsmedizin in diesem Jahrtausend etabliert wurde". Für Wiederbelebung nach traumatischem Herz-Kreislauf-Stillstand liegen laut Birkholz dank Reanimations- und Traumaregister exakte Zahlen vor. Trotz Reanimation überlebten zwar nur wenige Prozent: "Aber es überleben welche." (san)
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