Kleinklein bringt zu wenig

Ortstermin des Bauausschusses: Alle wollen an der Kindertagesstätte St. Georg in der Kochkellerstraße 2 festhalten. Wenn es optimal läuft, gibt es sogar bald mehr Platz für die derzeit 52 dort betreuten Kinder. Bild: Huber

"Zu eng, zu knapp, knirsch." So beschrieb Baureferent Markus Kühne die Situation in der Kindertagesstätte St. Georg am Kochkeller. Mit erstaunlicher Wirkung.

(zm) Die Notwendigkeit einer Sanierung stand eigentlich außer Zweifel. Jetzt kommt aber eventuell die große Lösung. Es soll geprüft werden, ob die Stadt als Hauseigentümer eine mit einem neuen Anbau verbundene Generalsanierung unter dem Strich nicht sogar günstiger kommt, als ein grundlegendes Aufmöbeln des Bestands.

Darauf einigte sich am Mittwoch der Bauausschuss bei einer Ortsbegehung. Die beiden großen Stadtratsfraktionen CSU und SPD hatten erst kürzlich der Einrichtung, in der aktuell 52 Kinder betreut werden, Besuche abgestattet, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Nun wurde es quasi richtig ernst, und die Ausschussmitglieder hielten sich nicht mehr groß mit der Frage auf, ob eine Sanierung fällig sei.

Bisher äußert knapp

Dekan Markus Brunner war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Die Pfarrei St. Georg ist Träger der Einrichtung zur Kinderbetreuung und auch er ist der Auffassung, dass da bald etwas passieren muss. Im Sinne der Kinder wie der dort beschäftigte sechs Erzieherinnen. Erste Überlegungen im Bau- sowie Jugendamt haben ergeben, dass es räumlich äußerst knapp in der Kita zugeht. Raumprogramm heißt das in der Verwaltungssprache, und das ist äußerst knapp bemessen. Das Personal verfügt nicht einmal über einen abgeschlossenen Raum, in dem ungestörte Gespräche etwa mit Eltern geführt werden können. Mit Mühe und Not, so die Bauverwaltung könnte aus der vorhandenen Bausubstanz ein abgeschlossenes Zimmer herausgeschnitzt werden. Zulasten anderweitig dringend für die Betreuung benötigten Raums allerdings.

Zügig planen

Auf Drängen von Oberbürgermeister Michael Cerny machte deshalb Baureferent Markus Kühne folgende Rechnung auf: Die umfassende Sanierung (Heizung, Fenster, Sanitär- und Betreuungsräume) der vorhandenen Substanz inklusive eines abgezweigten neuen Raums würde wohl 430 000 bis 450 000 Euro kosten, die ausschließlich die Stadt zu tragen hätte. Sollte die Sanierung mit einer Anpassung an Standards des erforderlichen Raumbedarfs (sprich einer Erweiterung) verbunden sein, könnte inklusive einer dann möglichen staatlichen Förderung unter dem Strich die Gesamtrechnung günstiger ausfallen. In diese Richtung soll nun zielgerichtet und möglichst zügig gearbeitet werden: Planung 2016, wenn es passt, per Verpflichtungsermächtigung Baubeginn 2017.
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