Klinikum erwägt Neuordnung der Dienstleistungs-GmbH - Mitarbeiter verunsichert
Tochterfirma umkrempeln?

Das Reinigungspersonal am Klinikum ist bei der St. Marien-Dienstleistungs-GmbH beschäftigt. Archivbild Steinbacher
Aufregung am Klinikum: Die rund 40 Mitarbeiter aus den Bereichen Wäscherei, Bettenzentrale, Kiosk, Cafeteria und Reinigungsdienst sowie die Beschäftigten der St. Marien-Dienstleistungs-GmbH (Hol- und Bringdienst, Patiententransport) sind für Donnerstag, 22. Januar, zu einer Teilbetriebsversammlung eingeladen.

Bei der für 12 Uhr anberaumten Zusammenkunft soll es laut Einladungsschreiben, das der Personalrat verteilt hat, um "Überlegungen zu einer Umstrukturierung der Dienstleistungs-GmbH" gehen. Als Referenten sind Klinikumsvorstand Manfred Wendl, Personalratsvorsitzender Reinhard Birner und Verdi-Gewerkschaftssekretär Klaus Heyert angekündigt. Wie eine Neuordnung der Dienstleistungs-GmbH aussehen könnte und welche Folgen sie für die Beschäftigten bringt - darüber schwiegen sich sowohl Wendl, als auch Birner am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung aus. "Ich möchte der Versammlung nicht vorgreifen", sagte der Klinikumsvorstand. Die Mitarbeiter hätten ein Anrecht darauf, als erste informiert zu werden.

Bei der Teilbetriebsversammlung sollen laut Wendl keine fertigen Entscheidungen präsentiert werden. Vielmehr sei es Ziel der Klinikumsleitung, "frühzeitig über mögliche Änderungen zu informieren". Nur soweit ließ sich der Vorstand dabei in die Karten schauen: Hintergrund der möglichen Neuordnung sei die von der Bundesregierung angekündigte Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Die Große Koalition hat sich bekanntlich vorgenommen, Zeitarbeit auf maximal 18 Monate zu befristen. "Wenn das so kommt, dann müssen wir die Strukturen unserer Dienstleistungs-GmbH anpassen", erklärte Wendl. "Wir befinden uns derzeit im Meinungsfindungsprozess."

Die St. Marien-Dienstleistungs-GmbH wurde vor zehn Jahren gegründet. Sie ist seitdem in erster Linie für Gebäudereinigung und hauswirtschaftliche Leistungen zuständig. Mit 51 Prozent der Anteile ist das Klinikum Mehrheitsgesellschafter. 49 Prozent gehören der Götz-Beteiligungs-GmbH mit Sitz in Regensburg.
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