Klinikum legt Daten für 2014 und die beiden ersten Monate dieses Jahres vor
Rekordzahlen am Leistungslimit

(zm) Die Rekordbelegung des Klinikums St. Marien aus dem Jahr 2012 ist Vergangenheit. Den damals 26 036 Fällen stehen nun 26 099 gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr 2013 (25 792) hat sich das Plus sogar noch deutlicher abgesetzt, es liegt bei 307 Fällen oder einem Zuwachs von 1,19 Prozent. Diese Daten legte Klinikumsvorstand Manfred Wendl am Mittwochnachmittag dem Verwaltungsrat vor und konnte noch einen draufsetzen.

Die ersten beiden Monate dieses Jahres schlugen alle bisherigen Kennziffern mehr als deutlich. Die absolute Belegungszahl wird mit 4575 angegeben, daraus errechnet sich gegenüber dem Vorjahr (4110) ein Plus von 11,31 Prozent. "Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg", beschrieb Wendl dieses Zwischenergebnis als eine Gemeinschaftsleistung der gesamten Belegschaft. Selbstverständlich müssten diese Daten nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der noch nicht abgeebbten Grippewelle gesehen werden.

Dem Lob des Klinikumsvorstandes gegenüber den Beschäftigten schlossen sich ausdrücklich auch die im Verwaltungsrat vertretenen Stadtratsmitglieder an, voran Barbara Lanzinger (CSU). Als "echte Belohnung für das Personal", wandte sich Hannelore Zapf (SPD) direkt an Wendl und den Gremiumsvorsitzenden Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU), könnte doch auch über zusätzliche Planstellen nachgedacht werden. Ihrer Einschätzung nach dürfte es "nicht ganz so lustig sein, für zwei Monate an der Grenze der Belastbarkeit zu arbeiten". Darauf erhielt die SPD-Stadträtin jedoch nur ausweichende Antworten, wenn auch eine weitere Zahl eine sehr deutliche Sprache spricht: 560 Betten standen an einem Tag 600 behandelte Patienten gegenüber, während die Grippewelle zugleich nicht unerhebliche Lücken in die eigene Personaldecke geschlagen hatte.

Übergreifend lesen sich die eng miteinander verflochtenen Leistungskennziffern unspektakulärer, sind jedoch durchaus aufschlussreich. So zieht etwa die Rekordbelegung von 2014 mit 81,64 Prozent eine niedrigere Auslastung als das schwächere Vorjahr (83,28 Prozent) nach sich. Das ist die Folge der parallel gesenkten durchschnittlichen Verweildauer von 6,87 (2013) auf 6,68 Tage (2014). In eben diesem Spannungsfeld ist die Ertragslage angesiedelt.
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