Klinikum löst Alarm aus

Die vielen Rettungskräfte, die gestern Nachmittag das Klinikum St. Marien anfuhren, ließen Schlimmes befürchten: Doch der Brand, dessen Ursache ein durchgeschmorter Lüftungsmotor auf der operativen Intensivstation war, ging glimpflich ab. Laut Polizei entstand ein Schaden von circa 5000 Euro, verletzt wurde niemand.

Manfred Wendl wollte gestern gerade in die Sitzung des Stadtrats gehen, als der Alarm losging. Auf der operativen Intensivstation im Klinikum St. Marien war der Motor einer Lüftungsanlage durchgeschmort. Dem Vorstand des Klinikums war am frühen Abend die Erleichterung über den glimpflichen Ausgang des Vorfalls anzumerken.

Polizeiautos standen am kleinen Kreisverkehr, kurz hintereinander trafen Rettungswagen ein, ein Fahrzeug der Feuerwehr parkte direkt vor dem Haupteingang von St. Marien: Verwundert blickten die Passanten, die am Anfang der Mariahilfbergstraße stehen blieben, hoch in Richtung Klinikum.

Das massive Aufgebot an Rettungskräften ließ Schlimmes befürchten. Doch es sah heftiger aus, als es war. Am späten Montagnachmittag war es im hinteren Bereich der operativen Intensivstation zu einer Rauchentwicklung gekommen. Die Ursache dafür war schnell ausgemacht: Die Wicklung des Motors der Lüftungsanlage für die Intensivstation war durchgeschmort. "Es ist kein offenes Feuer gewesen", betonte Hubert Graf, kaufmännischer Direktor des Klinikums. Das Personal der Intensivstation hatte die Rauchentwicklung sofort bemerkt, Alarm ausgelöst und die vier Zimmer, in die der Qualm drang, evakuiert. Die vier Patienten kamen hausintern auf eine andere Intensivstation. Die Feuerwehr entlüftete die Räume. An der Pforte baten währenddessen die Mitarbeiter die Besucher, die gerade ins Klinikum wollten, freundlich, aber bestimmt, das Haus zu verlassen. "Wir haben Feueralarm", hieß es.
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