Klinikum versichert: IT von St. Marien gut geschützt
Keine Angst vor einem Hacker-Angriff

Angst, dass in St. Marien ein Narkosegerät gehackt werden könnte, haben der Anästhesie-Chef, Privatdozent Dr. Wolfgang Funk (links), und der IT-Leiter des Klinikums, Jürgen Schmid, nicht: Es besteht nämlich gar keine Netzwerkverbindung. Bilder: Steinbacher(2)
Einem IT-Spezialist gelingt es, ein Narkosegerät zu hacken. Jetzt kann er sogar die Beatmung stoppen - das Leben des Patienten ist akut gefährdet. Was wie eine Szene aus einem Krimi anmutet, war in Wirklichkeit ein Stresstest. Ein Krankenhaus in Süddeutschland hat bei einem Heidelberger einen "Hacker-Angriff" in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie verletzlich und angreifbar letztlich ihre IT ist.

"Bei uns greifen immer die aktuellsten Sicherheitsmechanismen", erklärt Manfred Wendl, Vorstand von St. Marien. Dass ein Narkosegerät am Klinikum gar nicht gehackt werden könne, hat einen simplen Grund: "Es hat keine Netzwerkverbindung." Und dafür bestehe auch keine Notwendigkeit, sagt IT-Leiter Jürgen Schmid. Seinen Worten nach sind die Netze (Verwaltung und Medizin) voneinander getrennt. Man könne vom einen nicht ins andere kommunizieren, fügt Wendl an. Und selbst wenn Dritte "an Daten kämen, sie könnten von außen nichts steuern", betont Privatdozent Dr. Wolfgang Funk, Chefarzt der Anästhesie-Abteilung von St. Marien. Hinsichtlich IT-Sicherheit und Datenschutz seien alle Beschäftigten des Hauses sensibilisiert worden, so Wendl. "Da haben unsere Mitarbeiter schon ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein", urteilt Funk. Laut Wendl ist es eine große Herausforderung, die Sicherheitsmechanismen immer wieder anzupassen. "Die Technik der Hacker wird schließlich auch moderner."
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