Klogang lieber verkneifen
Angemerkt

Wenn die Schwarz-Gelben in der Regionalliga daheim auflaufen, dann jubeln ihnen auch die Schwarzen zu und sitzen schon mal in Mannschaftsstärke auf der Tribüne. Der FC Amberg hat in den Reihen der CSU-Stadtratsfraktion viele Fans. Oberbürgermeister Michael Cerny schaut sich den Aufsteiger gerne an. Schon sein Vorgänger Wolfgang Dandorfer war im Stadion am Schanzl Dauergast.

Dass der Club seit Juli in der vierthöchsten Fußball-Liga kickt, sich dort überraschend schnell akklimatisiert hat und recht fleißig punktet, gefällt auch CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann. "Als höchstklassiger Verein der Stadt hat der FC Amberg einen hohen medialen Stellenwert und ist bayernweit ein Aushängeschild für unsere Stadt", hatte er schon vor dem Ortstermin am Samstagvormittag betont.

So ein Aufstieg kostet allerdings Geld. Mit der Regionalliga muss in die Sicherheit investiert werden und sind Auflagen zu erfüllen. Die Stadt beteiligt sich finanziell. Mancher kleine Verein blickt deshalb durchaus ein wenig neidisch auf den FC. Fakt ist: Dessen Spielstätte ist ein städtisches Stadion und auch für den Schulsport und die Leichtathleten da. Und damit hat die Kommune eine gewisse Verpflichtung.

Natürlich lässt sich über den Einsatz von Steuergeldern trefflich streiten. Nicht zu diskutieren braucht man über den katastrophalen Zustand der Stadiontoiletten, die so hundsmiserabel beieinander sind, dass man sich den Klogang am besten verkneift. Sie wären selbst für eine Thekenmannschaft eine Schande. Hier endlich etwas zu ändern, muss den finanziellen Aufwand wert sein.

juergen.kandziora@zeitung.org

Hintergrund

FC will weg vom Sportheim-Flair

Amberg. (kan) Für die Stadiongaststätte hat FC-Chef Helmut Schweiger bei der CSU-Visite ein "Facelift" angekündigt. Ihr soll ein "Eventcharakter" verliehen werden. "Weg vom bisherigen Sportheim-Flair", so lautet die Devise. Restaurant, Bar, Lounge-Bereich auf der Terrasse, das sind dabei die Stichworte. Laut Schweiger sollen die Umbauarbeiten im Januar beginnen und bis Anfang März 2016 abgeschlossen sein. Damit einher gehe ein Pächterwechsel. Geplant seien auch längere Öffnungszeiten, nachdem es im Sportpark keine Probleme mit Anwohnern gebe. Schweiger stellt sich vor, dass das Lokal, das "Arena" heißen könnte, am 4. März zum Heimspiel gegen Jahn Regensburg eingeweiht wird.
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