Kloster Ensdorf als Lernort für OTH
Das bringt beide weiter

Hochschul-Präsident Professor Dr. Erich Bauer (links) und Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein enthüllen die Tafel mit der das Kloster Ensdorf ganz offiziell zum "Innovativen Lernort", einem Bündnis für Ethik und Nachhaltigkeit, ernannt wird. Bilder: sön (2)

Das Kloster Ensdorf ist ab sofort "Innovativer Lernort" für die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden. Ein Titel, von dem vor allem die Studierenden der Hochschule profitieren sollen.

Die Klöster Plankstetten, Strahlfeld und Speinshart tragen diesen Titel bereits, nun vervollständigt Ensdorf das Quartett der "Innovatien Lernorte", welche eng mit der Hochschule verbunden sind. Deren Präsident Professor Erich Bauer enthüllte gemeinsam mit Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein eine entsprechende Tafel. Die soll aber nur äußeres Zeichen der Zusammenarbeit sein.

"Bei Ihnen können wir auch den Spirit mitnehmen, den das Kloster bietet," betonte Dr. Erich Bauer bei der Enthüllung der Tafel. Die erklärt das Bildungshaus im Kloster Ensdorf auch formal zum "Innovativen Lernort" der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. "Wie könnte diese Woche schöner beginnen", freute sich Dr. Bauer. Er betonte: "Die Ostbayerische Technische Hochschule hat dieses Konzept der Innovativen Lernorte mit dem Ziel ins Leben gerufen, interessante Orte des Lernens und Forschens in der Region zu erschließen."

Studierende profitieren

Sie arbeite dabei mit ausgewählten Unternehmen zusammen, kommunalen Einrichtungen, Klöstern und örtlichen Bildungsstätten. Partner, die sich durch eine außergewöhnliche Lernumgebung oder personelle Kompetenzen auszeichnen. "Unsere Studierenden profitieren von dieser Partnerschaft", betonte der Hochschulpräsident, "und haben die Chance, praxisnahes Know-how zu erwerben."

Ihn freue es, so Professor Bauer abschließend zu Klosterdirektor Pater Liebenstein, "dass Sie uns vertrauen, dass wir bei Ihnen innovativer Lernort sein dürfen - das sind Zukunftsmodelle." Dr. Bernhard Bleyer vom Institut für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft lobte die Ernennung des Klosters Ensdorf. "Eines Bündnisses für Ethik und Nachhaltigkeit, ein innovatives Modell des Hochschule mit dem Kloster." Bleyer betonte das Fünfer-Bündnis der Hochschule mit den Klöstern Plankstetten, Strahlfeld, Speinshart und Ensdorf, "bei dem jeder Partner einen eigenen Schwerpunkt setzt, der ihn einmalig macht."

Dass das Kloster Ensdorf beim Umweltmanagement mit dem Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, dem ZEN in Ensdorf, eng verbunden sei, verstärke die Zusammenarbeit. "Wer im Kloster Ensdorf lebt und arbeitet, tut dies aus der Kraft und Inspiration zweier Wurzeln", betonte Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein. So aus der 700-jährigen benediktinischen Tradition, der als besondere Tugend der Blick für das rechte Maß zugeschrieben werde.

Für eine gesunde Welt

Die zweite Wurzel sei die gut 90-jährige Tradition der Salesianer Don Boscos. "Dem es ein Herzensanliegen war, Kindern und Jugendlichen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen." Grundlage für diese lebenswerte Zukunft sei, dass die Kinder und Jugendlichen in einer Welt leben könnten, in der die Luft nicht verpestet, das Wasser nicht vergiftet und der Boden nicht belastet sei. "Und sie sollten ihren Anteil an den Ressourcen dieser Erde nutzen können."

Daher wolle das Kloster Ensdorf vor allem jungen Menschen Freude an der Vielfalt und Schönheit der Natur, Ehrfurcht vor der Schöpfung und das Gespür für ihre verantwortungsvolle Nutzung vermitteln. Er freue sich sehr, so der Klosterdirektor, über die Zusammenarbeit im Bündnis für Ethik und Nachhaltigkeit und die Auszeichnung durch die Hochschule. "Eine Herausforderung, die uns weiterbringen wird."
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