Knapp 50 Jahre versorgte das Bundeswehrkrankenhaus (BWK) Amberg kranke und verletzte Soldaten aus ganz Süddeutschland. 2007 wurde es geschlossen. Jetzt steht der Komplex zum zweiten Mal zum Verkauf an.
Krankenhaus ein Dauerpatient

Der Eingangsbereich des Ex-Bundeswehrkrankenhauses wurde in den vergangenen Jahren bereits einer gestalterischen Verjüngungskur unterzogen. Bild: Steinbacher
Einst vom Militär genutzt, seit Jahren eine Baustelle mit Abriss und Neubau. Wie die endgültige Lösung für das über 80 000 Quadratmeter große Areal im Stadtsüden aussehen wird, steht in den Sternen. Heute sind dort Appartements vermietet, Bundeswehr und Siemens haben in Teilbereichen eine Bleibe gefunden, ebenso der Bezirk mit einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. "Das wird so bleiben", versicherte am Dienstag Dr. Hans Volckens (München), Sanierungsgeschäftsführer der Park Campus GmbH. Die Gesellschaft ist Eigentümerin des gesamten Komplexes und Tochterfirma der Golden Gate GmbH, ein Unternehmen, das neben dem BWK in Amberg (2009 für 4,6 Millionen Euro) auch jenes in Leipzig erworben hat. Zur Finanzierung ihrer Projekte aber hatte Golden Gate eine 30-Millionen-Euro-Anleihe ausgegeben, mit Rückzahlungstermin Oktober 2014.

Da zum Stichtag das Kapital nicht vorhanden war, meldete Golden Gate im Oktober beim Amtsgericht in München vorläufige Insolvenz an. Vergangene Woche nun ist das Verfahren behördlicherseits eröffnet worden - mit der Folge, dass Insolvenzverwalter Alex W. Bierbach (München) versucht, Gelder flüssig zu machen, um Gläubiger zu befriedigen. Er drängt nun darauf, dass sich die Tochtergesellschaften von Immobilien trennen. In Amberg ist das die Park Campus GmbH, die das Ex-BWK veräußern soll.
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