Kommissar Zufall hilft

Das Bild zeigt, was die Kripobeamten bei der Wohnungsdurchsuchung sichergestellt haben. Bild: Polizei

Der Amberger, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt, schweigt laut Polizei. Dem Mann wird vorgeworfen, illegalen Handel mit Cannabis betrieben und verbotenerweise Marihuana angebaut zu haben.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz vermeldete die Festnahme am Donnerstag. Tags zuvor war der 25-Jährige auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter des Amtsgerichts Amberg vorgeführt worden. Dieser erließ Haftbefehl. Der Angestellte stehe im dringenden Verdacht, seit mehreren Jahren Marihuanapflanzen aufgezogen zu haben, um mit dem daraus gewonnenen Rauschgift zu handeln, sagte Präsidiumssprecher Michael Rebele.

Nach seiner Auskunft waren die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Amberg im Zuge anderer Ermittlungen auf die Spur des Mannes gestoßen. Nach richterlichem Beschluss kam es am vergangenen Dienstag zu einer Wohnungsdurchsuchung.

Die Kripo-Leute hatten einen Rauschgift-Spürhund dabei und entdeckten in der Dachwohnung des 25-Jährigen eine Aufzuchtanlage, in der laut Rebele fünf Pflanzen wuchsen, jede jeweils etwa einen Meter hoch. "Hochwertiger Dünger und ein Fachbuch über den Anbau von Marihuana sollten eine gute Aufzucht gewährleisten", meinte der Polizeisprecher dazu und fügte an: "Geerntet hatte der 25-Jährige offensichtlich auch bereits." Denn in der Wohnung hätten die Fahnder 750 Gramm Marihuana und einen geringen vierstelligen Euro-Betrag sichergestellt.

Der in U-Haft sitzende Amberger gab sich bisher recht zugeknöpft. "Der Beschuldigte machte zu dem ihm zur Last gelegten Tatkomplex keine Angaben", teilte Rebele mit.
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