"Kommunale Entwicklung - Chancen für Kinder": Regionale Zahlen im Keck-Atlas
Gesundheit, Bildung, Soziales

Jugendreferent Dr. Harald Knerer-Brütting, Diplom-Pädagogin Sibylle Vinzens, Bürgermeisterin Brigitte Netta und Oberbürgermeister Michael Cerny (von links) stellten den Keck-Atlas vor. Bild: hfz
Allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen oder ökonomischen Herkunft faire Bildungs- und Entwicklungschancen zu eröffnen - dieses Ziel verfolgt die Bertelsmann Stiftung mit ihrem Keck-Atlas. Hinter diesem Kürzel, das für den Begriff "Kommunale Entwicklung - Chancen für Kinder" steht, verbirgt sich ein Online-Atlas, der den Kommunen die Möglichkeit bietet, ortsspezifische Aussagen zur sozialen Lage, zum Bildungsstand und zur Gesundheit von Kindern zu treffen. Die Stadt Amberg ist als "Leuchtturmkommune" eine von bislang insgesamt 15 deutschen Städten, in denen dieser internetbasierte Atlas Anwendung findet.

Seit Juli Daten eingepflegt

Oberbürgermeister Michael Cerny, Bürgermeisterin Brigitte Netta, Jugendreferent Dr. Harald Knerer-Brütting und die bei der Stadt Amberg für die Jugendhilfeplanung zuständige Diplom-Pädagogin Sibylle Vinzens gaben den offiziellen Startschuss. Damit können die seit dem Projekteinstieg im Juli vergangenen Jahres von der Stadt Amberg hinterlegten Daten und Informationen ab sofort auf der Internetplattform www.keck-atlas.de abgerufen werden. Als Leuchtturm steht die Stadt außerdem als Ansprechpartner für weitere bayerische Kommunen zur Verfügung, die den Atlas bei sich einführen möchten.

Mithilfe des Keck-Atlas' ist es möglich, sich stadtteilbezogen Angaben über die Lebensbedingungen der jeweils dort wohnenden Kinder anzeigen zu lassen. "Anhand dieser Informationen wird offensichtlich, dass die Lebenswirklichkeiten von Kindern in den einzelnen Stadtvierteln deutlich variieren können; dadurch ermöglichen sie aber auch eine zielgerichtete Förderung in punkto Bildung und Teilhabe", betonte Sibylle Vinzens bei der Präsentation. Der Keck-Atlas stelle damit ein wichtiges Steuerungsinstrument dar, das für mehr Transparenz sorgen und gemäß dem Motto "Ungleiches ungleich behandeln" den Ressourceneinsatz optimieren helfen könne. Die Grundlage dafür liefert die Aufteilung der Stadt Amberg in elf Planungsbezirke, wie sie bereits in der Sozialraumanalyse Verwendung gefunden hatte. Dabei wurden für jeden dieser Bereiche Angaben unter anderem zum Anteil von Kindern in den verschiedenen Altersgruppen, zur Bevölkerungsentwicklung, zur Familienstruktur sowie zur Gesundheit, zur Entwicklung und zu den Bildungsabschlüssen hinterlegt. Außerdem können der Übersicht über die sogenannten "Points of Interest" (POI) die Standorte kommunaler Infrastruktur wie Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen sowie die zur Verfügung stehenden Frei- und Spielplatzflächen entnommen werden.

Referatsübergreifende Infos

Alle diese Informationen wurden in einer referats- und ämterübergreifenden Zusammenarbeit zusammengestellt, wie Sibylle Vinzens berichtete. Die gesamten Informationen können nun in Form von Karten, Grafiken und Tabellen aufgerufen sowie miteinander verknüpft werden. Damit die Daten jederzeit nutzbar sind, werden die Inhalte kontinuierlich aktualisiert und ergänzt.
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