"Kompass haben wir gestellt"

Für die Grammer AG neu im Vorstand der Hochschul-Freunde: Doris Höpfl (Konzernpersonalleitung). Sie ist die Nachfolgerin von Gerhard Koch. Bild: Hartl

Im Jahr 2024 ist die OTH Amberg-Weiden erfolgreicher Partner in einem deutschlandweit anerkannten Verbundprojekt namens Ostbayerische Technische Hochschule, das zwischenzeitlich viele Nachahmer gefunden hat. Diese Vorhersage wagt Prof. Dr. Erich Bauer.

Eigentlich bräuchte es für derartige Prognosen "wirklich prophetische Gaben", meinte der Präsident bei der Mitgliederversammlung der Amberger Freunde der OTH am Dienstagabend. Vor zehn Jahren hätte sich auch keiner vorstellen können, wo sich die damals kleine Fachhochschule heute quantitativ und qualitativ in der Wissenschaftsszene bewegt. Neulich sei er aber gefragt worden, wo die OTH 2024 zum 30-jährigen Gründungsjubiläum stehen werde.

Die Einschätzung Bauers hörte sich für die OTH-Freunde sehr gut an: In Lehre, Forschung, Weiterbildung und Technologietransfer werde die Hochschule in einem Jahrzehnt der Motor der regionalen Entwicklung und eine der "Herzkammern der Wissensregion Oberpfalz" sein.

Aus der Praxis für die Praxis, aus der Region für die Region - dieses Credo der Gründungszeit werde 2024 täglich neu buchstabiert mit den Erfolgsfaktoren kurze Wege, globale Vernetzung und hohe wissenschaftliche Reputation. Bewährt haben werde sich in zehn Jahren auch die Strategie der OTH, keine Außenstellen zu gründen, sondern die Studienangebote und Kompetenzen auf dem Campus in Amberg und Weiden zu bündeln. Studieren, sagte Bauer, könne nur unter optimalen Rahmenbedingungen gelingen. "Den Kompass haben wir jetzt gestellt", fügte der Präsident hinzu.

Um die gesteckten Ziele zu erreichen brauche es "Mitstreiter auf dem Platz", nicht nur "Kommentatoren auf der Tribüne". Zu solchen Mitstreitern zählten die OTH-Freunde, denen Professor Bauer für ihren Einsatz dankte.

Doch auch 2014 macht die Hochschule von sich reden. Mit 1042 Studienanfängern hat sie bei den Erstsemestern einen Rekord aufgestellt. Es seien sogar deutlich mehr als im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs, zog Bauer einen Vergleich. Bei den ersten Hochschulsemestern verzeichne die OTH ein Plus von 25 Prozent, bayernweit liege es bei fünf.

Der Präsident freute sich über das zusätzliche Geld aus staatlichen Programmen ("Wir profitieren vom Nordbayernplan"), das auch weitere Köpfe bedeute: In den nächsten Monaten werde man in verschiedensten Bereichen 20 neue Kollegen einstellen können. Im Wintersemester 2015 hoffe er dann, das bayernweit einzigartige Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eröffnen zu können. Die Bauarbeiten hätten begonnen.

Für das Deutschlandstipendium hat Präsident Bauer aktuell 32 Zusagen. "Wir brauchen insgesamt 49 Stipendien", appellierte er an die heimische Wirtschaft.
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