Konstantin Wecker zu Gast am Erasmus-Gymnasium - Schüler sollen auf Lesbos Bootsflüchtlingen ...
Fürs Leben lernen im Flüchtlingscamp

Liedermacher Konstantin Wecker, Sängerin Cynthia Nickschas, Schulleiter Peter Seidl und Caritas-Flüchtlingsberaterin Anne Kuchler (von links) im Gespräch mit den Schülern. Bild: Huber
Klar, dass er seiner Patenschule einen Besuch abstattet, wenn er schon mal wieder nach Amberg kommt: Liedermacher Konstantin Wecker (68) traf sich wenige Stunden vor seinem Konzert im Kongresszentrum mit Schülern des Erasmus-Gymnasiums. Vor drei Jahren hatte er das EG als Schirmherr der Aktion "Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage" ausgezeichnet. Am Montagnachmittag wollte er wissen, wie es um das Engagement in dieser Sache steht.

Natalie Zintl, Anna-Lena Malich und Luca Hajek (alle aus der Q 11) berichteten vom neu gegründeten, zwölfköpfigen Arbeitskreis "EG hilft". Ziel sei es, mit gleichaltrigen Flüchtlingen in Kontakt zu kommen, ihnen bei der Integration zu helfen, Mut zu machen. Raphael Gradl und Leonhard Schatz (9. Klasse) stellten die Fair-Trade-Projekte der Schule vor. Wecker ermunterte die Jugendlichen, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Sie seien der beste Beweis dafür, dass die Gesellschaft nicht so herzlos sei, wie Pegida-Demonstrationen oder Facebook-Beiträge oft zeigen. "Euer Engagement ist nicht nur der Hilfe wegen wichtig, sondern auch, um ein Zeichen gegen soziale Kälte und Konsumdenken zu setzen", sagte der Musiker. Dazu sei es mitunter auch nötig, der Mehrheitsmeinung zu widersprechen. "Beschützt eure Außenseiter. Mitläufer haben wir genug!" Wecker machte den Schülern das Angebot, Kontakt zu den Flüchtlingshelfern auf der griechischen Insel Lesbos herzustellen. "Helft dort eine Woche mit und ihr werdet die Welt mit anderen Augen sehen", sagte er. Die Schulleitung, das ließ Oberstudiendirektor Peter Seidl schon mal anklingen, steht einem solchen Projekt offen gegenüber.
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