Krampf und Kampf

Das Ergebnis mag etwas trügerisch wirken. Der ERSC Amberg (in Weiß, hier mit Simon Bogner und Dominik Farnbauer) hatte mit der 1b des VER Selb seine Probleme. Denn die Amberger lagen nach dem ersten Drittel mit 0:2 zurück. Am Ende sorgten aber sechs ERSC-Treffer für den Punktgewinn. Bild: brü

Furiose fünf Minuten im Schlussdrittel bescheren dem ERSC Amberg einen 6:3-Sieg. Der Selber Minikader macht den Gastgebern das Leben lange schwer und profitiert von den vielen Fehlern der Löwen. Am Ende entscheiden der Wille und die größeren Reserven für Amberg.

Der ERSC Amberg hat in der Eishockey-Landesliga seinen sechsten Sieg eingefahren. Gegen die 1b-Vertretung des Oberligisten Selb bedurfte es aber eines gewaltigen Schlussspurts, um die Punkte in Amberg zu behalten. Zu Beginn präsentierten sich die Löwen wenig einfallsreich, gegen die mit nur zehn Feldspielern angereisten Gäste. Vielleicht hatte der Selber Mini-Kader die Amberger Spieler im Unterbewusstsein dazu verleitet, den Gegner zu unterschätzen. Dieser bereitete der Ponitz-Truppe mit einfachsten Mitteln wie Forechecking und gezielten Kontern größte Probleme. Während dem ERSC nur selten gezielter Spielaufbau gelang und alles mehr dem Zufall überlassen wirkte, kam Selb durch zwei Konter zum 0:2, nach dem Spielverlauf nicht einmal unverdient.

Auch im Mittelabschnitt standen die Gastgeber oftmals noch neben den Schlittschuhen. Zwar gelang relativ früh durch eine Einzelaktion von Christoph Schönberger der 1:2-Anschlusstreffer, aber wirklich Sicherheit brachte dies nicht. Weiterhin kamen die Pässe zu wenig an und Selb hatte keine große Mühe, aufkommenden Spielfluss des ERSC schnell wieder zu unterbinden. Es ist natürlich schwierig, gegen einen massiv in der Abwehr stehenden Gegner zu agieren, aber Amberg hätte eigentlich die spielerischen Mittel dazu, solch einen Abwehrriegel zu knacken.

Dies sollte in einem überzeugenden Schlussdrittel dann auch endlich umgesetzt werden, wo der ERSC wesentlich konzentrierter aus der Kabine kam. Zunächst konnte der Amberger Ausgleich nochmals schnell von den Gästen mit dem 2:3 beantwortet werden, aber das 3:3 durch einen Schlagschuss von Boris Flamik läutete dann furiose fünf Minuten der Löwen ein, in denen sie - unter anderem durch zwei Überzahltreffer - auf 6:3 davonzogen und gegen kräftemäßig abbauende Wölfe für die Entscheidung sorgten.
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