Kreative Hintergründe

Das Zentrum

Seit einigen Monaten existiert das beim Wirtschaftsministerium angesiedelte Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft mit Sitz in Nürnberg. Dessen Leiter ist Dirk Kiefer, der gemeinsam mit sieben Mitarbeitern dafür sorgen soll, den wirtschaftlichen Schatz zu heben, den die Kulturschaffenden im Freistaat Jahr für Jahr - oft unbeachtet - produzieren. Jedes fünfte Unternehmen der Kreativ- und Kulturwirtschaft, so hat Kiefer festgestellt, ist in Bayern beheimatet, die Branche liege von der Anzahl der Beschäftigten her knapp hinter der Automobilindustrie und dem Maschinenbau.

Befristet bis zunächst 2019 soll das Zentrum unter anderem als Ansprechpartner für die Kreativen im Freistaat dafür sorgen, dass diese einen besseren Zugang zur Finanzierung ihrer Projekte bekommen. Dass sie beraten werden, wie sie sich über die eigene Region hinaus positionieren können. Ansonsten dienen Treffen wie am Dienstag in Amberg dazu, herauszufinden, wo der kreative Schuh drückt, an welchen Stellen das Zentrum helfen soll. Wichtig ist Dirk Kiefer: "Wir brauchen spezifische Ansprechpartner vor Ort." (ass)

Wer kennt hier wen?

Moderatorin Inci Ceylan wollte den versammelten Kreativkräften am Dienstag im Stadttheater gleich einmal zeigen, wie wichtig es ist, sich zu vernetzen, sich gegenseitig kennenzulernen, um neue Impulse zu bekommen oder anderswo anzustoßen. Also stellte sie die Frage, wer denn im Saal schon jemand anderen hier kenne? Alle Hände gingen hoch. Und wer sei mit zwei Leuten bekannt? Wieder hoben alle ihre Hände.

Letztendlich gab Inci Ceylan dann bei der Zahl sieben auf. Denn noch immer schnellten die Hände nach oben, wenn sie nach der Zahl der Bekannten im Saal fragte. Amberg ist ein Dorf, das hatte die Moderatorin unterschätzt. Und natürlich kennen sich hier die meisten Kreativschaffenden untereinander. "Das ist mir noch nie passiert", gestand Ceylan ein und stellte das Experiment ein. (ass)

Ein gewaltiges Potenzial

OB Michael Cerny weiß, was er an seinen Kreativen hat. "Wir haben ein gewaltiges Potenzial in unseren Reihen", befand er am Dienstag. Ein Potenzial, das es gelte, auch wirtschaftlich zu erschließen. Der Luftkunstort Amberg sei hier nur der Anfang gewesen, so sagte er. (ass)
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