Kreisklasse Süd: TuS/WE Hirschau fordert DJK Ehenfeld zum Derby - Klemens Merkl nicht mehr ...
Schwach gegen noch schwächer

Die unsportlichen Vorfälle nach dem Spiel in Schlicht, woran Etzelwangs Trainer Klemens Merkl dem Vernehmen nach mit beteiligt war, hatten für ihn ein Nachspiel. Am Donnerstag fiel die Entscheidung, dass sich der Verein ab sofort von Trainer Merkl trennt.

Zu dieser Entscheidung kamen laut Vorsitzendem Klaus Strobl die Vorstandschaft, Abteilungsleitung und Spieler gemeinsam. Wie Strobl wissen ließ, wird die Mannschaft im letzten Spiel (daheim gegen Hahnbach II) von Spieler Heiko Walter betreut.

90 Minuten sind in diesem Jahr in der Kreisklasse Süd noch zu spielen, zumindest offiziell. Der 17. Spieltag steht bevor, der 16. endete insofern mit einer Überraschung, als die Durchhalteparolen des Raigeringer Trainers Rudi Pongratz offensichtlich gefruchtet haben. Gegen den auswärts erstmal besiegten SV Köfering mit 2:1 den ersten Heimsieg geholt, einen Platz gut gemacht, die 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel korrigiert - er herrscht wieder Hoffnung.

Jetzt kommt es zum Finale beim SV Loderhof II, der seinerseits siebenmal hintereinander nicht mehr verloren hat. "Am Ende des Jahres wollten wir alle Optionen für eine erfolgreiche Rückrunde offen haben, das haben wir erreicht", zieht Loderhofs Trainer Jürgen Waninger Bilanz. Die Raigeringer Reservisten, die hat Waninger beim Sieg gegen Köfering gesehen: "Die sind wirklich gut. Bei der jungen Mannschaft stimmt Tabelle und Leistung nicht zusammen. Aber Angst müssen wir nicht haben, wir haben vor niemandem Angst."
Dem FC Rieden schien nach 1:4 und 1:2 fast die Puste auszugehen. Der sich aber wieder erholt zu haben scheint dank zweier Treffer von Lukas Schneider, der jetzt mit seinen 18 Toren bis auf einen dran ist am verletzten Köferinger Torjäger Tobias Meier. Unentschieden sind bei Riedens Trainer Roland Jobst offenbar nicht gewünscht, entweder oder heißt dort die Parole. Auch vor der Begegnung beim TSV Königstein, dessen Spiel vor einer Woche gegen Ammerthal II ausgefallen ist. Die Fans in Rieden haben mit dem 3:0 gegen Hirschau das letzte Heimspiel in diesem Jahr gesehen, die Fans aus dem Vilstal müssen sich schon nach Königstein begeben. Und dann noch am 24. November zum SV Illschwang, wo laut Plan die am 16. Spieltag ausgefallene Begegnung nachzuholen ist. In den Hinspielen hat's geklappt: 3:0 gegen Königstein und 2:1 gegen Illschwang.

"Altstar" Emma Meyer hat's gerichtet für die DJK Ehenfeld im Hinspiel gegen Hirschau. Vier Minuten vor dem Ende hat Meyer das 1:1 erzielt, Hirschau verlor zudem Maximilian Kammerer per Roter Karte. Beide Clubs wurden in der Folgezeit nicht mit Erfolgen überhäuft, Jörg Gottfrieds Elf schwächelt ausgerechnet daheim, da gilt es nach den Winterferien den Hebel anzusetzen. Nur vier von 18 möglichen Punkten auf eigenem Platz, das ist eine glatte Unterversorgung an Erfolg für die eigenen Fans. Das Spiel wird hoch interessant: Hirschau die schwächste Elf daheim, Ehenfeld die schwächste Mannschaft auswärts, sieglos seit dem zweiten (!) Spieltag, da kommen die Feingeister des Fußballs wohl kaum zu ihrem Spaß.
Für den SV Hahnbach II gibt es noch den Nachholtermin gegen den SV Loderhof, zunächst mal steht aber die Begegnung beim SV Etzelwang bevor, somit zwei direkte Tabellennachbarn aus dem Mittelfeld. Für die Etzelwanger ist es für heuer das letzte Spiel, eine Nachholbegegnung steht nicht mehr auf dem Plan, es gilt sich daheim vor den eigenen Zuschauern gegen den SV Hahnbach II noch mal richtig ins Zeug zu legen. Hahnbach kann die Stiefel noch nicht in die Ecke stellen, Loderhof wartet noch.

Auch die DJK Ammerthal II hat noch ein Nachholspiel (gegen Königstein) ausstehen. Das letzte Auswärtsspiel dieses Jahres findet beim SV Kauerhof statt. Der gehört zu den besseren Teams der Liga, aber beileibe nicht zu den besten. Sechs unbesiegte Spiele in Serie haben die Ammerthaler den Anschluss herstellen lassen. Die Mannschaft von Oliver Ruschitzka kann mit der Gewissheit in den Winter gehen, mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben.

Schlicht und Illschwang - beide produzierten am vierten Spieltag das erste Nullnull der laufenden Saison. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass es in den bisherigen 105 Spielen nur zwei Spiele ohne Tore gab. Daraus erklärt sich dann auch die Tatsache, dass ein sehr guter Trefferschnitt von vier Treffen pro Begegnung zu Buche steht. Der FC Schlicht hat sein Soll von 16 Spielen erfüllt, kann also nach dem Trip ins Birgland einpacken. Die Schuhe versteht sich.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2013 (9944)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.