Kreisliga Süd: Krisengebeutelter SV Schmidmühlen hofft auf drei Punkte gegen den ...
Erst die Wildschweine, dann Weiherhammer

Die Abwehrmauer des TuS Rosenberg (blaue Trikots) bekommt mit Sicherheit viel Arbeit, wenn die Truppe des SV Inter Bergsteig ihre Aufwartung macht. Bild: Ziegler
Es geht um den Anschluss in der Verfolgergruppe, wenn sich die DJK Ursensollen und der SVL Traßlberg gegenüberstehen. Der Verlierer ist erstmal weg, der Sieger bleibt am Spitzenreiter TuS Rosenberg dran. Der ist als einzige Mannschaft der Liga bisher noch ungeschlagen, alle anderen haben mindestens zweimal (Freudenberg, Kastl) verloren. Dem Tabellenführer fehlt zwar Torjäger Marco Utz wegen Verletzung, aber der Rest der Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen.

Im Tabellenkeller kommt mit der TSG Weiherhammer eine dankbare Aufgabe auf den SV Schmidmühlen zu. Denn der in der Krise steckende SV, dessen Trainings- und Ausweichplatz diese Woche von Wildschweinen heimgesucht wurde, kann vermutlich gegen das Schlusslicht wieder einige bisher verletzte Spieler aufbieten.

Der SSV Paulsdorf bewegt sich langsam aber stetig Richtung Relegationsplatz. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Grünwald hat aus den letzten drei Spielen nur zwei Punkte geholt. Wenn nicht bald die Wende kommt, könnte Paulsdorf von ehemals Bezirksoberliga in die Kreisklasse durchgereicht werden.

DJK Ursensollen       SVL Traßlberg
(mdl) Traßlberg startete eindrucksvoll in die neue Saison, hatte zwischenzeitlich einen Durchhänger und hat sich jetzt zum Ende der Vorrunde wieder gefangen. Ein nahezu identischer Saisonverlauf auch bei Ursensollen, der sich so auch in der Tabelle widerspiegelt. Mit einem Zähler mehr rangieren die Gäste auf Platz 4, unmittelbar vor dem Gastgeber. Am vergangenen Wochenende nahm die Elf von Trainer Stefan Steinl in Utzenhofen zwar verdient einen Punkt mit, allerdings wurde dieser teuer erkauft. Torhüter Rezac wurde nach einer Roten Karte (Notbremse) für zwei Partien gesperrt und auch Mittelfeldakteur Vanous droht mit einer Prellung verletzungsbedingt auszufallen.

Traßlberg musste sich nach einer klaren Führung ebenfalls mit einem Remis begnügen, nachdem Freudenberg in der letzten Spielminute noch den Ausgleich gelang. Trotz der Ausfälle will man aber die Punkte gegen die Caliskan-Elf in Ursensollen behalten, auch wenn dies gegen die hervorragende Sturmreihe um Behrend und Behringer kein leichtes Unterfangen wird. Auf den reaktivierten Torhüter Florian Eger dürfte im Ursensollener Gehäuse dabei einiges an Arbeit zukommen. In beiden Lagern ist man sich der Chance bewusst, sich mit einem Sieg weiterhin im oberen Tabellendrittel festsetzen zu können.

SV Freudenberg       Germania Amberg
(nß) Schon wieder stehen dem SV zwei Heimspiele in Folge ins Haus. Im ersten gibt am Sonntag, 19. Oktober, um 15 Uhr der derzeitige Tabellenachte seine Aufwartung. Die Gäste hatten sich zum Saisonende von ihrem Trainer Thomas Roth getrennt und Thomas Ficarra neu verpflichtet. Nach einem Start mit vier Niederlagen in Folge bewahrte man aber die Ruhe und verlor die letzten acht Partien nicht mehr. Unter anderem konnte man dem souveränen Tabellenführer Rosenberg einen Punkt abknöpfen. Die Amberger werden also entsprechend selbstbewusst auftreten.

Beide Mannschaften kennen sich aus vielen Auseinandersetzungen. Ein besonderes Augenmerk wird man auf Torjäger Florian Danzer legen müssen, der in den letzten Spielen regelmäßig traf. Auch der Gastgeber ist wieder in der Spur und nahm aus Traßlberg verdient einen Punkt mit. Zieht man die umstrittenen Schiri-Entscheidungen, die zu den gegnerischen Toren führten, und die klare Überlegenheit in der zweiten Hälfte in Betracht, wäre mehr möglich gewesen. Die Laufbereitschaft und der Kampfgeist stimmten wieder. Der Einsatz von Torwart Fabian Meier ist noch ungewiss, Gerhard Greß ist verletzt, Trainer Florian Neiß hat seine Verletzung überstanden.

SV Schmidmühlen       TSG Weiherhammer
(fop) Krisenstimmung beim SV Schmidmühlen nach zuletzt 4 Niederlagen in 5 Spielen. Daher steht man an den beiden kommenden Heimspielen (zunächst gegen Weiherhammer, dann gegen Bergsteig Amberg) wieder gehörig unter Druck. Noch gehört man mit 13 Punkten in der Heimtabelle zu den besten Teams. Der Grund für die Talfahrt ist leicht zu erkennen: Im Vergleich zum bisher höchsten Sieg mit 5:0 gegen Paulsdorf standen am vergangenen Wochenende in Kastl 7 Spieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung (Gollwitzer, Bauer, Schihada, Spies, Lautenschlager, Weiß, Hüttner). Lichtet sich das Lazarett nicht bald, dann wird es wie im vergangenen Jahr wieder spannend bis zum Schluss bleiben. Hoffnung aber besteht, dass bereits am Sonntag wieder einige der Verletzten auflaufen können. Die Gäste kassierten am vergangenen Wochenende eine 1:8-Packung gegen den TuS Rosenberg, holten aber 4 ihrer 5 Punkte bei Auswärtsspielen und damit mehr als Schmidmühlen.

TuS Rosenberg       Inter Amberg
(kok) Mit großen Erwartungen und einer Vielzahl an hochkarätigen Neuverpflichtungen war Inter in die Saison gestartet, fand sich aber nach drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen schnell am Tabellenende wieder. Die Mannschaft benötigte eine gewisse Eingewöhnungszeit, denn seither läuft es. Von den letzten acht Spielen hat die Elf von Andreas Scheler wurde nur eines verloren und so kletterte sie langsam wieder nach oben und hat den Anschluss an die Spitzengruppe wieder hergestellt. Maßgeblichen Anteil daran hat vor allem die Sturmspitze der Amberger, Oktay Türksever. Mit acht Saisontreffern erzielte er fast die Hälfte aller Amberger Treffer. Ein arbeitsreicher Nachmittag erwartet die Rosenberger Hintermannschaft.

Mit seinem acht Saisontreffern kommt jedoch Türksever bei weiten nicht an den erfolgreichsten Schützen der Hausherren, Marco Utz (12 Treffer) heran. Dieser fehlt jedoch verletzungsbedingt. Ein sicherlich schmerzlicher Ausfall, den man jedoch aufgrund des hervorragend besetzten Kaders kompensieren wird.

Rudert meldete sich nach Verletzungspause eindrucksvoll zurück und der junge Brewitzer ist ohnehin seit Wochen in bestechender Form. Rosenberg will auch das letzte Spiel der Vorrunde ungeschlagen überstehen.

SSV Paulsdorf       Loderhof/Sulzbach
(ac) Die Mannschaft von Gästetrainer Jürgen Waninger hat sich als Aufsteiger recht beachtlich geschlagen und liegt mit 15 Punkten nur einen Zähler hinter dem SSV. Die Ausbeute der SSV-Elf von Trainer Wolfgang Grünwald aus den letzten drei Spielen war mit lediglich zwei Punkten sehr dürftig. Vor Wochenfrist präsentierte sich Paulsdorf im Derby am Bergsteig ideen- und leblos. Ohne Courage und Einsatzwillen klappten die einfachsten Dinge nicht.

Der Abstand zum Relegationsplatz schmilzt immer mehr. Der Mannschaft sollte es deshalb klar sein, dass es an der Zeit ist, den Schalter umzulegen und wieder an bessere Zeiten anzuknüpfen. Nachdem die zweite Mannschaft spielfrei ist, kann Trainer Grünwald den durch Verletzungen dezimierten Kader mit Spielern aus der Reserve auffüllen.

FC Luhe-Markt       TuS Kastl
(hfz) Gegen den Tabellendritten aus Kastl fehlen Oliver Wagner und Florian Wittmann und hinter dem Einsatz von Peter Müller und Daniel Ries stehen Fragezeichen. Außerdem wird der ein oder andere Spieler auch mal in die Zweite gesteckt, da bei manchem Akteur die Einstellung und entsprechende Vorbereitung fehlt, um Kreisliga spielen zu können. Mit Punkten ist am Sonntag nicht zu rechnen.

FC Edelsfeld       DJK Utzenhofen
(bkn) Immer wenn es den Anschein hat, der FC Edelsfeld könnte den entscheidenden Schritt aus der Misere machen, kommt man wieder ins Straucheln. So auch am vergangenen Wochenende, als der FC bei Loderhof/Sulzbach kurz vor Schluss einen sicher geglaubten Punkt noch aus den Händen gab. Nun erwartet man am Sonntag, 19. Oktober, in der letzten Vorrundenbegegnung die DJK Utzenhofen. Die Gäste zeigten sich im bisherigen Saisonverlauf relativ konstant und stehen in der oberen Tabellenhälfte.

Das Prunkstück der DJK ist die hervorragende Abwehrreihe. Doch auch die Offensive um Geitner und Bah machte in den bisherigen Partien schon mehrfach auf sich aufmerksam. Für Edelsfeld gilt es die verkorkste Vorrunde zu einem einigermaßen versöhnlichen Abschluss zu bringen und sich zumindest in Sachen Einsatzwille und Kampfbereitschaft nichts vorzuwerfen.
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