Krieger entzaubert den Hexer

Mit vier Treffern im Mitteldrittel entschied Daniel Krieger (rechts) das Oberpfalzderby fast im Alleingang. Der ERSC Amberg gewann am Sonntag beim EV Regensburg 1b mit 7:2. Bild: brü

Zwei Tage nach dem 5:3-Heimerfolg gewinnt Eishockey-Landesligist ERSC Amberg auch das Rückspiel beim EV Regensburg 1b. Mann des Tages beim 7:2 - dem fünften Sieg in Folge - ist der Löwen-Topscorer.

Schon die Anfangsminuten ließen erkennen, dass die Mannschaft von ERSC-Trainer Stefan Ponitz am Sonntag keinen Schlendrian aufkommen lassen wollte. Regensburg, das erneut nur zwei Reihen aufbieten konnte, wurde vom Bully weg unter Druck gesetzt und musste sich beinahe ständiger Attacken erwehren. Allerdings hatte EVR-Torhüter Jonas Leserer seine Topform aus dem Hinspiel konserviert und sorgte mit seinen Paraden auch für anerkennenden Applaus aus dem Amberger Lager. Das 0:1 von Niklas Stolz konnte auch Leserer nicht halten, aber in der Folgezeit machte er ein gutes halbes Dutzend bester Möglichkeiten zunichte.

Amberg versuchte es diesmal nicht nur spielerisch, sondern zeigte auch entsprechende körperliche Präsenz. Mit dieser Mischung hatte man Partie und Gegner voll im Griff. Erst in der Schlussminute des ersten Drittels jagte Boris Flamik die Scheibe vehement zum 0:2 in die Maschen, aber auch damit waren die Gastgeber noch bestens bedient.

Im Mittelabschnitt überrollte der ERSC dann förmlich seinen Gegner. Zwar kam Regensburg früh in Überzahl zum 1:2-Anschlusstreffer, aber der beeindruckte die Amberger überhaupt nicht. Zwar entzauberte Leserer noch einige gute Möglichkeiten, aber spätestens mit dem 1:3 war auch der Hexer im Regensburger Tor mit seiner Magie am Ende. Daniel Krieger war damit aber erst auf den Geschmack gekommen. Der Torjäger traf in diesem Drittel viermal, wenn es sein musste auch in Unterzahl. Zwischen seinen Treffern zum 1:6 und 1:7 lagen gar nur 17 Sekunden. Unterbrochen wurden die "Krieger-Festspiele" nur durch das 1:5 von Felix Söllner. Zu diesem Zeitpunkt war Denis Kress nach einem Check von hinten mit Verdacht auf Gehirnerschütterung bereits auf dem Weg in die Klinik.

Das Schlussdrittel verlief weitgehend ereignislos. Der ERSC spielte nur noch selten in voller Besetzung (18 Strafminuten). Der zweite Treffer für Regensburg in vorletzter Minute und doppelter Überzahl interessierte dann nur noch für die Statistik.
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