Kufü ist ein Glücksfall
Angemerkt

Wie die Zeit vergeht. 25 Jahre wird das Kurfürstenbad heuer alt. Aber das Alter sieht man dem immer noch hübschen Gebäude kaum an. Das liegt auch daran, dass es die ganzen 25 Jahre lang immer gut in Schuss gehalten und bei Bedarf sogar erweitert worden ist. Wir erinnern uns: Mal mussten die Dachsparren ausgewechselt werden, dann wurde ein neues Aktivbecken dazugebaut, die Sauna erweitert oder die in die Jahre gekommene Rutsche ausgetauscht.

Das alles kostet Geld. Und hier ist es ein Glücksfall, dass die Stadt Amberg den Betrieb und Unterhalt ihrer Bäder beizeiten in die Hände der Stadtwerke gegeben hat. Die städtische GmbH ist in der Lage, die notwendigen Investitionen zu finanzieren, unabhängig vom Haushalt, der es in manchen Jahren nicht erlauben würde, in den Amberger Badetempel Geld zu stecken.

Viele, viele Millionen Euro sind auf diese Weise in den 25 Jahren zusammengekommen. Vom finanziellen Aufwand her gesehen, wurde das Kufü in dieser Zeit nicht nur einmal neu errichtet. Kaum auszudenken, die Stadt hätte ihre Bäder einst an private Betreiber verkauft, um möglicherweise schnell mal ihre Finanzen zu sanieren.

Die Investitionen wären dann mit Sicherheit nicht so hoch und an den Bedürfnissen der Kunden orientiert gewesen. Die Eintrittspreise wären deutlich nach oben gegangen - und irgendwann hätte sich das Kufü vielleicht wirklich nicht mehr rentiert. Die Folgen sind leicht auszumalen.

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Im Blickpunkt Sicherheits-Label für Stadtwerke

Amberg. Für eine "sichere, wirtschaftliche und zuverlässige Versorgung im Geschäftsfeld Gas und Trinkwasser" erhalten die Stadtwerke Amberg wieder die TSM-Zertifizierung. Die freiwillige Selbstkontrolle sei für das Unternehmen eine Selbstverständlichkeit, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei der Technischen Sicherheitsmanagement-Prüfung (TSM) haben die Stadtwerke alles, was zum Erhalt einer sicheren Gas- und Wasserversorgung beiträgt, bestätigt bekommen.

Wichtige Kriterien für den technischen Betrieb sind Sicherheit, Zuverlässigkeit, Organisation, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit, die regelmäßig überprüft werden. Die Stadtwerke erfüllen alle Vorgaben und dürfen das Sicherheits-Label auch die nächsten fünf Jahre ausweisen. Geschäftsführer Dr. Stephan Prechtl und der Betriebsingenieur Gas/Wasser, Johann Höllriegl, sehen sich damit bestätigt. Diese Zertifizierung beweise, dass in allen Unternehmensbereichen, darunter Organisationsstruktur, Prozesse, Bereitschaftsdienstregeln, Störungsbehebung, technische Ausrüstung oder Qualitätssicherung, eine ausgezeichnete Arbeit geleistet werde.
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