Kunst ist ein Stück Lebenskraft

Wer Kunst vorstellen kann, hat gut lachen (von links): Kulturreferent Wolfgang Dersch, Kuratorin Michaela Grammer, Kulturamtsleiter Thomas Boss, Bürgermeister Martin Preuß, Georg Thurner (Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Ostbayern), Sparda-Filialleiterin Sabine Seberak und Museumsleiterin Judith von Rauchbauer. Bild: Hartl

Gesellschaft ist mehr als das bloße Zusammenleben von einzelnen Individuen. Gesellschaft, so sagt es Georg Thurner, braucht zum Beispiel auch Kunst, um richtig Gesellschaft zu sein. Thurner ist nun beileibe kein Künstler, er ist Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Ostbayern.

Was seiner Ansicht nach aber kein Widerspruch ist. Denn die Sparda-Bank gibt viel Geld dafür aus, dass die Kunst entstehen und gezeigt werden kann, die notwendig ist, eine Gesellschaft zu einer solchen zu machen. Das könnte das Kreditinstitut mit rund 35 000 Kunden in ganz Ostbayern überall tun, doch hat sich Georg Thurner vor rund fünf Jahren Amberg dafür ausgesucht. "Denn Amberg regt mich auf", sagte er am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahresprogramms der Alten Feuerwache für 2015.

Aber keine Sorge, Amberg nervt den kunstsinnigen Banker nicht etwa. Aufregen sieht er als Steigerung von anregen. Denn Amberg ist für Georg Thurner ein Zentrum der Kunstlebendigkeit, das sich zu fördern lohnt. "Wir machen das, weil das wichtig für uns ist", sagt er und betont, dass seine Bank nicht als Sponsor, sondern als Förderer der regionalen Kunst agiere. "Und wir machen das nicht als Eintagsfliege."

Für das Ausstellungsjahr 2015 hat das Kuratorium, bestehend aus Kulturreferent Wolfgang Dersch, Kulturamtsleiter Thomas Boss, Museumsleiterin Judith von Rauchbauer und Michaela Grammer, wieder eine Reihe von mehr oder weniger bekannten Künstlern ausgesucht, die hauptsächlich aus der näheren und manchmal etwas weiteren Region stammen. Beispielsweise Raimund Drechsler, der seit rund 30 Jahren seinen Kampf als freischaffender Künstler in Amberg besteht.

Unzählige Bewerbungen, so sagte Wolfgang Dersch, gehen inzwischen Jahr für Jahr beim städtischen Kulturreferat von Künstlern ein, die in der Alten Feuerwache ausstellen möchten. Diese Vielzahl müssen die Mitglieder des Kuratoriums sichten und einordnen. Das tun sie offenbar sehr erfolgreich, denn erstmals wird die Stadtgalerie Alte Feuerwache in diesem Jahr in die Kulturkooperative Oberpfalz, kurz KoOpf, aufgenommen. "Die sind sogar auf uns zugekommen", betonte Wolfgang Dersch.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.