Kunst unter Freunden

Drei Wochen bleibt die Ausstellung zum 60-jährigen Bestehen der Patenschaft zwischen Amberg und Eger im Rathausfoyer. Oberbürgermeister Michael Cerny (links) und Leopold Uhl, Vorsitzender des Egerer Landtags (rechts daneben), eröffneten am Donnerstagnachmittag die Präsentation. Bild: hfz

Vor 60 Jahren begann die Patenschaft zwischen Amberg und Eger. Ziel war, den Vertriebenen mehr Unterstützung in ihrer neuen Heimat zukommen zu lassen. Jetzt erinnert eine Ausstellung im Rathausfoyer an die Geschichte der Sudetendeutschen.

Die Exponate werden die nächsten drei Wochen zu sehen sein. Sie erinnern die Amberger und Vertreter des Egerer Landtags an die Patenschaft, die Amberg vor 60 Jahren über den Stadt- und Landkreis Eger übernommen hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele vertriebene Sudentendeutsche nach Amberg und in die Region. Die Patenschaft sollte sie dabei unterstützen, in der Bevölkerung Fuß zu fassen.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Egerer Landtags, Leopold Uhl, eröffnete Oberbürgermeister Michael Cerny die Präsentation am Donnerstag im Beisein zahlreicher Gäste. Uhl nahm dies zum Anlass, das Schicksal der Vertriebenen noch einmal Revue passieren zu lassen. Er freute sich über die freundliche Aufnahme. Beide Redner verwiesen darauf, dass die Städte Eger - das tschechische Cheb - und Amberg nicht zuletzt über zahlreiche geschichtliche und kulturelle Gemeinsamkeiten verfügen. Die Ausstellung, die aus mehreren Texttafeln sowie einigen Exponaten besteht, vermittelt einen Überblick über die Geschichte der Sudetendeutschen, die ab Januar 1946 aus ihrer angestammten Heimat vertrieben wurden und gezwungen waren, sich in Deutschland eine neue Existenz aufzubauen. Nachdem sich die Politiker der Stadt Amberg im Frühjahr 1954 dafür entschieden hatten, die Patenschaft für den Egerer Landtag und die Egerländer zu übernehmen, wurde im August desselben Jahres feierlich die Patenschaftsurkunde unterzeichnet. Bis zum heutigen Tag kündet der von dem Egerländer Künstler Rudolf Karasek entworfene Teppich von diesem Ereignis. Leopold Uhl hoffte, dass er noch lange im Gedächtnis der Bevölkerung bleiben wird.
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