Kurz und gar nicht langweilig

Aus über 70 Einsendungen hatte der Kulturverein 15 Kurzfilme ausgewählt, die die Zuschauer im Ringtheater zu sehen bekamen. Das Publikum erlebte einen vergnüglichen und kurzweiligen Kino-Abend. Bild: Hartl

Ein Mann geht zu einem Mülleimer, wirft eine Dose hinein. In diesem Moment kracht der Boden durch, der Abfall fällt heraus. Wer seine Augen in diesem Moment nicht auf der Kino-Leinwand hatte, der hatte eh schon verloren.

Die Abfalleimer-Szene war mit Abstand der kürzeste Beitrag bei Akut, dem zweiten Kurzfilmabend am Freitag im Ringtheater. Über 70 Filmemacher aus der ganzen Republik hatten Beiträge für die vom Kulturverein organisierte Veranstaltung eingereicht. Einige von ihnen waren sogar am Freitag nach Amberg gekommen und sahen sich an, was die Konkurrenz so aufbot. Aus allen Einsendungen hatte der Kulturverein schließlich 15 Beiträge ausgewählt, die im Ringtheater dem Publikum vorgeführt wurden.

Beitrag der AG Video

Sowohl die Zuschauer als auch die Jury - Schulfilmemacher Egid Spies, Barbara Cosima Frey vom Kulturreferat und Karlheinz Müller, Professor für Design digitaler Medien an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) - waren schon sehr gespannt auf die Beiträge. Vorab sah das Publikum einen Kurzfilm der außer Konkurrenz lief. Produziert hatte ihn die AG Video, eine Schulfilmgruppe aus Rieden. Die Jungen und Mädchen griffen auf humorvolle Weise die Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf. Wäre der Film in der Wertung gewesen, hätte er sicherlich gute Chancen auf einen vorderen Platz gehabt.

Die Wettbewerbsbeiträge waren sehr unterschiedlich - sowohl in der Gestaltung als auch in der Thematik. Ob der Umgang mit Menschen, die an Demenz leiden ("Gretas Reise"), ein witziger Streifen über Doping ("Expertenmeinung") oder eine Kurzdoku über Matt, der aus Zigarrenschachteln Gitarren anfertigt ("Once there was a cigar box"), ob ultrakurz oder relativ lang - gemeinsam war ihnen eines: Die Filmemacher hatten sehr viel Kreativität bewiesen und sorgten mitunter für ein völlig überraschendes Ende.

"Sehr hochwertig"

In der Pause durften die Zuschauer dann über ihre Favoriten abstimmen, auch die Jury zog sich zur Beratung zurück. Die Juroren zeigten sich beeindruckt von der Qualität der eingereichten Filme. "Sie waren alle sehr hochwertig", sagte Egid Spies. Der zweite Kurzfilmabend machte so richtig Lust - Appetit auf mehr Streifen, bei denen die Würze in der Kürze liegt.
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