Länger als der Adventskalender

Einer ist schon da: Der Weihnachtsbaum. Fehlen nur noch die Buden und Fieranten. Denn dass Programm des 30. Christkindlmarkts wartet nur noch auf die feierliche Eröffnung.

Amberg. (zm) Dieser Termin steht eigentlich schon 30 Jahre fest. "Es ist immer der Donnerstag vor dem ersten Advent", sieht sich die Park- und Werbegemeinschaft (PWG) in diesem Punkt der Tradition verpflichtet. Ihr Vorsitzender Andreas Raab und seine Stellvertreterin Emilie Leithäuser stellten am Mittwoch das Programm vor und kündigten an, dass Oberbürgermeister Michael Cerny am 26. November um 17.30 Uhr den Markt eröffnet. Erst am Heiligen Abend wird wieder Ruhe eingekehrt sein.

Die PWG-Spitze und die Fieranten haben den 30. Amberger Weihnachtsmarkt auch als eine Herausforderung gesehen, den Besuchern neben Altbekanntem auch etwas Besonderes zu bieten. "Wir haben uns da einiges auf die Schultern geladen", atmeten am Mittwoch Raab und sein Vorstandskollege Peter Harant erleichtert auf. Denn zum Glück habe alles geklappt. Quasi alt und neu sind extra zu diesem Christkindlmarkt aufgelegte Christbaumkugeln und Weihnachtssterne als Baumschmuck. Das erste Mal gibt es einen handgefertigten Amberger Schwibbogen, hergestellt im Erzgebirge. Das Exemplar zeigt die Marktplatz-Silhouette mit dem Rathaus.

Eine Premiere

Den Schwibbogen haben die Fieranten in einer Kleinserie von nur 30 Exemplaren auflegen lassen, deshalb ist er recht kostspielig. "Wir sind aber froh, überhaupt jemanden gefunden zu haben, der das gemacht hat", zeigte nicht ohne Stolz Gerd Ziegler ein Exemplar der Rarität her. Neu werden auch die Amberger Rathausbläser sein. Hier habe die PWG ein "persönliches Anliegen des OB", so Raab, in die Tat umsetzen können. Streng genommen gibt es dieses Ensemble gar nicht. Doch Mitglieder der Amberger Knappschaftskapelle werden in wechselnder Besetzung jeweils um 17.30 Uhr vom Rathausbalkon an den Samstagen vor den Adventssonntagen den Marktbesuchern festliche Bläsermusik bieten. Besonders stolz sind die Organisatoren, das gesamte Begleitprogramm kostenlos anzubieten. "Wir bürden den Fieranten da ganz schön etwas auf", unterstrich Harant, dem die Bühne des Weihnachtsmarkts ein besonderes Anliegen ist.

Neue Akzente

Schließlich finden sich im Programm auch ebenso klingende wie bekannte Namen von Interpreten, deren Verpflichtung nicht gerade aus der Portokasse bestritten werden kann. Erstmals zu hören sein werden beispielsweise Die jungen Tenöre mit dem Trompeter Kevin Pabst (Montag, 7. Dezember, 18.30 Uhr), Stammgäste sind Brigitte Traeger (Montag, 14. Dezember, 18.30 Uhr) und die Gospelspezialistin Ramona Fink (Freitag, 11. Dezember, 18.30 Uhr), aber auch Jonny Gold (Donnerstag, 10. Dezember, 19 Uhr). Erstmals dabei ist der zunehmend arrivierte Oberpfälzer Newcomer Ben Stone (Freitag, 27. November, 18.30 Uhr).

Ihnen sei bewusst, nicht alle Geschmäcker zugleich bedienen zu können, sagen die Programmmacher von der PWG. In ausgewogener Abstimmung aber alle Geschmäcker nacheinander zu bedienen, das sei ihnen schon ein Anliegen. Deshalb wird es natürlich bei diesem 30. Amberger Weihnachtsmarkt, der mit 28 Veranstaltungstagen länger als ein klassischer Adventskalender ist, auch viel Bewährtes geben.

Dazu zählen Auftritte von Kindergarten-Gruppen, Nikolausbesuche, klassisches Kasperltheater, Karaoke-Abende (mittwochs jeweils 18 Uhr) und inzwischen auch die Oberpfälzer Schlossteufel (Sonntag, 13. Dezember, 17.30 Uhr), die in Rauhnacht-Manier über den Marktplatz ziehen. Das Programm (siehe auch www.amberger-weihnachtsmarkt.de) ziele darauf ab, Besucher aus der Region nicht nur einmal, sondern möglichst vielfältig anzusprechen, betonten Raab, Leithäuser und Harant. Das ziehe zugleich den Effekt nach sich, dass zunehmend auch Busunternehmen den Weihnachtsmarkt in ihr Tourprogramm aufnehmen würden.
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