Landesliga-Derby zwischen DJK Gebenbach und DJK Ammerthal - Gäste-Trainer Thomas Adler: "Wir ...
"Das wird ein hitziges und aggressives Spiel"

Die Chronisten beider Vereine haben vergeblich gesucht: "Ich tippe auf irgendwann in den 80er Jahren", sagt Reinhold Badura von der DJK Ammerthal. "Das muss C-Klasse oder A-Klasse oder sowas gewesen sein", heißt aus Gebenbach. Kurz: Keiner weiß so recht, wann die DJK Gebenbach und die DJK Ammerthal zuletzt in einer Liga zusammen gespielt haben. Jetzt tun sie es, und am Samstag, 10. Oktober, stehen sich die beiden in der Landesliga Mitte im Landkreis-Derby gegenüber.

Die Historie interessiert die beiden Trainer weniger, sie richten ihr Augenmerk auf die aktuelle Situation. Markus Kipry (DJK Gebenbach) und Thomas Adler (DJK Ammerthal) zum bevorstehenden Spiel:

Herr Kipry, geht Ihrer Mannschaft die Düse, dass sie eine 0:5-Klatsche verpasst bekommt?

Markus Kipry: Nein, davor haben wir keine Angst. Da denken wir auch gar nicht drüber nach. Wir wissen aber natürlich schon um die Offensivstärke der Ammerthaler, mit Jonczy, Becker und Laurer.

Was macht die DJK Gebenbach gegen Michael Jonczy?

Kipry (lacht): Wir versuchen zu verhindern, dass er Tore schießt. Aber im Ernst: Ich habe Ammerthal dreimal beobachtet. Mit bestimmten Mitteln ist er schon zu verteidigen ... Wir werden aber wegen ihm nicht unser Spielsystem umstellen. Erdal Izmire hat schon mit ihm zusammengespielt, er kennt ihn.

Was spricht im Derby für die DJK Gebenbach?

Kipry: Für uns spricht, dass wir nichts zu verlieren haben. Es erwartet keiner, dass wir gegen Ammerthal gewinnen. Aber gegen vermeintlich stärkere Gegner tun wir uns leichter. Und einige von uns haben schon in Ammerthal gespielt, die sind richtig heiß.

Wer?

Kipry: Timo Kohler und Helmut Jurek. Die wollen zeigen, dass es ein Fehler von Ammerthal war, sie gehen zu lassen.

Gibt es das Derby Gebenbach gegen Ammerthal in der nächsten Saison auch noch?

Kipry: Das ist schwer zu beantworten. Nach den letzten Spielen ist Ammerthal der absolute Aufstiegskandidat. Die sind fast nicht zu stoppen, auch wegen der großen Erfahrung im Kader. Ammerthal kann sich eigentlich nur selbst im Wege stehen. Wir hoffen, dass wir 40 Punkte erreichen und die Liga halten. Da bin ich optimistisch. Also an uns wird es nicht liegen, ob es das Derby nächste Saison nochmal gibt.

Herr Adler, sind sie froh, dass das Derby erst jetzt auf dem Spielplan steht? Gebenbach hatte zu Beginn einen Lauf, war sogar am fünften Spieltag Tabellenführer, während die DJK Ammerthal Probleme hatte.

Thomas Adler: Den Termin kann man sich nicht raussuchen. Der Zeitpunkt ist auch egal, denn wir haben den Druck. Wir sind Absteiger, die Aufsteiger.

Ammerthal hat schon zweimal verloren...

Adler: Nur zweimal verloren. Die Betonung liegt auf nur!

...nur zweimal verloren, gegen Hutthurm und Fortuna Regensburg. Gegen diese beiden Mannschaften hat Gebenbach vier Punkte geholt. Ist das Warnung genug für Ihre Mannschaft?

Adler: Die Jungs wissen, was auf sie zukommt. Das wird ein hitziges und aggressives Spiel. Wir unterschätzen keinen.

Was spricht für Ammerthal in diesem Spiel?

Adler: Wir hatten diese Woche nur zehn Spieler im Training wegen Krankheit und Verletzungen. Einen Favoriten wird es nicht geben. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Wenn sich Gebenbach den Sieg verdient, kann ich auch mal verlieren. Aber nur, wenn sie sich den Sieg wirklich verdienen.

Zum Schluss die gleiche Frage wie an Ihren Kollegen Markus Kipry: Gibt es das Derby Gebenbach gegen Ammerthal in der nächsten Saison auch noch?

Adler: Nein. Weil wir die Klasse als Aufsteiger verlassen.
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