Landwirt von der Pike auf

Personalratsvorsitzender Martin Strobl und Ingeborg Bauer, die Präsidentin der Landshuter Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, beglückwünschten Landwirtschaftsdirektor Willibald Götz (von links) zu dessen Dienstjubiläum. Bild: gf

Sein Amtstitel ist der eines Leitenden Direktors. Intern gilt er jedoch als Präsident, sprich "Alterspräsident" unter den Leitern eines Landwirtschaftsamts.

(gfr) Vom Landwirt über die Ingenieurschule und Technische Universität Weihenstephan hat es Willibald Götz in 40 Dienstjahren bis zum Leitenden Landwirtschaftsdirektor und Leiter des hiesigen Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gebracht. Am Dienstag erhielt er zum 40-jährigen Dienstjubiläum die Ehrenurkunde des bayerischen Landwirtschaftsministers Helmut Brunner.

Ingeborg Bauer, die Präsidentin der staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landshut, betonte, dass es wohl kaum einen besseren Anlass als diesen gebe, um Götz für dessen Verdienste zu danken. Der Behördenleiter sei mit der Region verwurzelt und habe es trotz eines mehrfachem Dienstpostenwechsels geschafft, immer in der Oberpfalz zu bleiben. Gerne erinnere sie sich an ihre dreijährige Tätigkeit in Amberg, in der sie gemeinsam mit Götz einige Projekte habe verwirklichen können.

Doppeltes Jubiläum

Trotz der alltäglichen Arbeitsbelastung, so Bauer, sei der Landwirtschaftsdirektor immer ein gut gelaunter Kollege und Behördenleiter gewesen. Inzwischen gelte Götz als "der Alterspräsident" unter den Leitern der Landwirtschaftsämter. Auf einen doppelten Anlass zum Gratulieren verwies Personalratsvorsitzender Martin Strobl. Denn es werde nicht nur ein Dienstjubiläum begangen, vor wenigen Tagen habe Götz auch seinen 65. Geburtstag gefeiert. Für die Mitarbeiter des Amtes sei er stets "ein väterlicher Behördenleiter" gewesen, der großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit gelegt habe.

Gravierende Einschnitte

Die zurückliegenden 40 Jahre sind für Götz gerade einmal "40 Jährchen" gewesen, so schnell sei diese Zeit vergangen. Und dieses Dienstjubiläum habe er eigentlich nur der Rentenreform zu verdanken, weil er auch noch nach dem 65. Geburtstag im Dienst bleibe. Während seines beruflichen Werdegangs habe die Landwirtschaft viele einschneidende Veränderungen erlebt: die Einführung und Abschaffung von Milchquoten etwa, die Reform der landwirtschaftlichen Berufsausbildung oder Neugliederung Landwirtschaftsämter.

Nicht immer sei es leicht, meist unmöglich gewesen, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Doch ein paar Leitlinien hätten sich als allgemeingültig erwiesen. Demnach sollten Landwirte ein ausgeprägteres Kostenbewusstsein entwickeln, Investitionen gut überlegen und Rücklagen bilden, um Niedrigpreis-Phasen überbrücken zu können. Auch sollten die Bauern ihre Produktion verstärkt auf die Wünsche der Verbraucher ausrichten. Von der Politik erwartet der Landwirtschaftsdirektor parallel die Sicherstellung langfristig verlässlicher Rahmenbedingungen.
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