Leberkas und Fettnäpfchen
Glosse

Amberger und Sulzbach-Rosenberger Zeitung wachsen gerade enger zusammen. Da lernt man nicht nur die Redaktion und die Kollegen in der Nachbarstadt näher kennen, sondern erlebt auch Überraschungen kulinarischer Natur - verbunden mit dem schnellen Tritt ins Fettnäpfchen.

Der SRZ-Redakteur ist in der komfortablen Situation, mehrere hervorragende Metzgereien im Stadtgebiet zu wissen. Folglich ist die Leberkassemmel klarer Brotzeit-Favorit in der Kollegenrunde. Wer nun glaubt, egal wo, eine ist ja eh wie die andere - Deckel auf, Scheibe rein und fertig -, der irrt gewaltig.

Beispiel Verpackung: Während Metzger A seine Ware zwischen zwei längliche Semmelhälften legt, die geradezu gemeingefährlich hart und scharfkantig sind, ist die Konsistenz der 08/15-Kaisersemmel bei Metzger B zäh wie eine Schuhsohle. Der Ausweg: In dem einen Fall viel Senf zum Einweichen des Betonteigs, in dem anderen ja keinen, sonst wird's noch labbriger.

Ist man bei der Semmel leider auf den Zulieferer angewiesen, hat der Kunde beim Inhalt Mitspracherecht. Klare Anweisungen an die nette Fachverkäuferin sind sehr hilfreich: "Bitte ein schönes Eckstück, und es darf gerne etwas dicker sein."

Und was hat das mit Fettnäpfchen zu tun? Wahllos kaufte ich bei einem Metzger in Ambergs Fußgängerzone eine Leberkassemmel. Noch etwas irritiert vom hohen Preis und von einer Scheibe, die als Carpaccio hätte durchgehen können, betrat ich mit meiner lauwarmen Errungenschaft die AZ. Schon beim Auspacken rümpften die Kollegen die Nasen. "Da hast eine vom teuersten und schlechtesten Metzger erwischt!" Den Rest der Geschichte beschreiben treffend zwei Sprichwörter: "Der Hunger treibt's nei" und "Wenn der Bauer in d' Stood ..."

markus.bleisteiner@zeitung.org

Hintergrund

Politisch durch Elternhaus geprägt

Amberg. (san) Birgit Fruth (44) ist gebürtige Vilseckerin und wuchs dort auch auf. In die SPD trat die Vertriebsassistentin 2012 ein. "Mein Elternhaus hat mich politisch mitgeprägt", erzählt sie. Ihr Vater hatte in den 60er Jahren in Vilseck die SPD mitgegründet. "Ich bin seit meinem 18. Lebensjahr in der Gewerkschaft, da kommt man zwangsläufig zur SPD." Vor ihrem politischen Engagement war Fruth, die als Vertriebsassistentin bei der AOK beschäftigt ist, zehn Jahre lang ehrenamtlich als Spartenleiterin beim SV Raigering tätig.
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